+
In Idomeni harren weiterhin tausende Flüchtlinge und Migranten aus. Foto: Georgi Licovski

Flüchtlinge harren weiterhin in Idomeni aus

Athen (dpa) - Im griechischen Grenzort Idomeni harren weiterhin knapp 12 000 Flüchtlinge und Migranten aus.

Obwohl sich Gerüchte über eine Grenzöffnung am Wochenende nicht bestätigten und von Aktivisten organisierte Proteste erfolglos blieben, reisten im Anschluss nur ein paar Dutzend Menschen ab - gerade mal zwei Busse hätten das Elendslager seither in Richtung organisierter Camps im Landesinneren verlassen, berichtete der griechische Fernsehsender Skai am Montagmorgen.

Am Sonntag war es in Idomeni an der Grenze zu Mazedonien zu Tumulten gekommen, nachdem Unbekannte das Gerücht verbreitet hatten, Deutschland werde Tausende Schutzsuchende aufnehmen und die Grenze werde sich deshalb öffnen. Die Polizei informierte über Lautsprecher auf Arabisch und Farsi, dass die Gerüchte nicht stimmten, wie Augenzeugen berichteten. Athen hält vor Ort Busse bereit, mit denen die Flüchtlinge und Migranten gratis in organisierte Aufnahmelager reisen können. Die meisten hoffen jedoch weiterhin auf eine Öffnung der Grenze, die Griechenlands Nachbar Mazedonien vor einigen Wochen dicht gemacht hatte.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Mord-Geständnisse als Schutz vor Abschiebung?
Wer als Flüchtling eine schwere Straftat in Deutschland gesteht, erschwert seine eigene Ausweisung. Ob sie sie wirklich begangen haben oder nicht: Immer mehr …
Mord-Geständnisse als Schutz vor Abschiebung?
G7-Gipfel droht Debakel - Trump auf Konfrontationskurs
Die Unberechenbarkeit Trumps und die Ungewissheit im Klimaschutz und Handel stürzen die G7-Gruppe der Industrieländer in eine schwere Krise. Gastgeber Italien muss eine …
G7-Gipfel droht Debakel - Trump auf Konfrontationskurs
Ist Gülen tatsächlich der Urheber am Putschversuch?
Der Untersuchungsausschuss des türkischen Parlaments hält Gülen für den Drahtzieher bei den Putschversuchen letzten Juli. Dabei sitzen im Ausschuss fast nur Abgeordnete …
Ist Gülen tatsächlich der Urheber am Putschversuch?
Sehr besorgt: OSZE-Chef Zannier befürchtet Zunahme des Terrors
Wenige Tage nach dem Anschlag in Manchester mit 22 Toten sprach OSZE-Chef Lamberto Zannier besorgt über die Zukunf. Er selbst befürchtet eine Zunahme des Terrors. …
Sehr besorgt: OSZE-Chef Zannier befürchtet Zunahme des Terrors

Kommentare