+
Wie viele kann Deutschland verkraften? Syrische Bürgerkriegs-Flüchtlinge an der deutsch-österreichischen Grenze in Passau.

Umfrage zu Bedingungen für Aufnahme

Flüchtlinge: Mehrheit der Deutschen will Volksentscheid

München - Die Politik streitet sich über die Aufnahme von Flüchtlingen. Fast zwei Drittel der Deutschen fordern darüber einen Volksentscheid. Das ergab eine N24-Emnid-Umfrage.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und CSU-Chef Horst Seehofer sind im Dauer-Clinchüber die Frage, wie viele Flüchtlinge Deutschland verkraften kann. Eine klare Mehrheit der Deutschen will, dass ihnen diese Entscheidung das Volk abnimmt. Nach einer repräsentativen N24-Emnid-Umfrage fordern 64 Prozent der Befragten einen Volksentscheid über die Bedingungen der Flüchtlingsaufnahme. 33 Prozent halten das dagegen für keine gute Idee.

Die Zahlen zeigen: Die Deutschen machen sich über die zunehmende Polarisierung der Flüchtlingsdebatte zwischen Asylbefürwortern und den Gegnern Sorgen. 66 Prozent der Befragten befürchten, die Flüchtlingskrise könne die Gesellschaft spalten. Nur 24 Prozent der Deutschen meinen, die Flüchtlingssituation würde die Gesellschaft eher zusammenführen.

Erdogan ein wenig verlässlicher Partner

Eine zentrale Rolle in der Flüchtlingskrise kommt der Türkei zu - dort haben besonders viele aus Syrien Vertriebene in Lagern Unterschlupf gefunden. Doch in die Verhandlungen Angela Merkels mit dem türkischen Präsidenten Erdogan setzen die Deutschen wenig Hoffnung. Nur 18 Prozent halten Erdogan für einen verlässlichen Verhandlungspartner in Sachen Flüchtlingspolitik - 68 Prozent der Befragten halten Erdogan für wenig verlässlich.

Flüchtlinge: Helfen Transitzonen?

Die bei den Parteien umstrittenen Transitzonenhalten die Deutschen mehrheitlich für eine gute Maßnahme: 56 Prozent der Deutschen sind für solche Zonen, 38 Prozent dagegen. Bei den CDU-Wählern ist die Zustimmung mit 70 Prozent besonders hoch und die Ablehnungsquote mit 28 Prozent sehr niedrig. Bei den SPD-Wählern sind nur 40 Prozent für Transitzonen, 60 Prozent dagegen.

mb

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Besuch von Präsident Orban sorgt für Proteste in Israel
Am Wochenende traf er sich noch mit Russlands Präsident Vladimir Putin. Nun reist Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban nach Israel und sorgt damit für Aufruhr.
Besuch von Präsident Orban sorgt für Proteste in Israel
Regierung will Tarifbindung für Pflegeberufe durchsetzen
Schon jetzt werden in Deutschland Pflegekräfte händeringend gesucht. Und das Problem wird sich noch verschärfen. Aber wieso sollte jemanden diesen Beruf ergreifen, der …
Regierung will Tarifbindung für Pflegeberufe durchsetzen
Vorschlag einer Notaufnahmen-Gebühr sorgt für Unmut
In vielen Kliniken ist die Notaufnahme regelmäßig überfüllt. Wie lassen sich unnötige Besuche verhindern? Ein neuer Vorschlag erhitzt die Gemüter.
Vorschlag einer Notaufnahmen-Gebühr sorgt für Unmut
Merkel besucht Altenpfleger nach Zusage in Wahlkampfshow
Im Terminkalender der Bundeskanzlerin steht heute unter anderem auch ein Besuch eines Altenpflegers in Paderborn an. In der Sendung "Klartext, Frau Merkel" hatte der …
Merkel besucht Altenpfleger nach Zusage in Wahlkampfshow

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion