+
Bayerns Finanzminister Markus Söder (CSU).

Bayerns Finanzminister

Flüchtlinge: Söder fordert Leistungskürzungen

Berlin - Bayerns Finanzminister Markus Söder (CSU) verlangt Leistungskürzungen bei der Versorgung von Flüchtlingen.

„Die Flüchtlingskosten können doch nicht so bleiben“, sagte Söder dem Nachrichtenmagazin „Focus“.

Es führe „zu sozialen Verwerfungen, wenn der Staat zum Beispiel im Monat 5000 bis 6000 Euro für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge ausgeben muss und viele Frauen in Deutschland am Ende eines langen Arbeitslebens nicht ansatzweise Rente in dieser Höhe bekommen“. Da müssten Maß und Mitte gefunden werden.

Das gelte auch für Leistungen der Sozialversicherung, sagte Söder: „Warum steigen heute Gesundheitskosten? Nicht zuletzt wegen der zusätzlichen Herausforderungen durch die Migration. Vor allem, weil einige Bundesländer die Gesundheitskarte für Asylbewerber einführen. Alles, was medizinisch unbedingt notwendig ist, sollen Asylbewerber natürlich bekommen. Es braucht aber ein faires Verhältnis von Leistung und Gegenleistung.“ Es sei ungerecht, jemandem, der noch nie einen Cent in die Sozialkassen einbezahlt hat, alle sozialen Leistungen zukommen zu lassen. „Fairer wäre es, dass man erst einmal eine Weile einzahlen muss.“

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Hunderte Gräber auf jüdischem Friedhof in Philadelphia geschändet
Philadelphia - Zerschlagene und umgeworfene Grabsteine auf einem jüdischen Friedhof: Die Polizei in der US-Stadt Philadelphia ermittelt wegen der Schändung. Politiker …
Hunderte Gräber auf jüdischem Friedhof in Philadelphia geschändet
Umfragehoch der SPD: Interner Druck auf Merkel wächst
Seit der Nominierung von Martin Schulz zum Kanzlerkandidaten hat die SPD einen rasanten Aufschwung erlebt. Und die Union damit kalt erwischt. Wie soll sie damit umgehen? …
Umfragehoch der SPD: Interner Druck auf Merkel wächst
AfD-Landeschef verlässt verärgert „Mainz bleibt Mainz“
Mainz - Aus Ärger über Attacken gegen die AfD hat ihr rheinland-pfälzischer Landeschef Uwe Junge die Fernsehfastnacht „Mainz bleibt Mainz“ vorzeitig verlassen.
AfD-Landeschef verlässt verärgert „Mainz bleibt Mainz“
Trump setzt Feldzug gegen Medien fort
Washington - Kritik kann Donald Trump nicht gut ab. Medien, die ihm nicht nach dem Mund reden, überzieht er deshalb mit immer schärferen Angriffen. Und auf ein Dinner …
Trump setzt Feldzug gegen Medien fort

Kommentare