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Wieder kenterten Flüchtlingsboote in der Ägäis. Mindestens zehn Menschen starben.

Unglück vor griechischen Inseln

Flüchtlingsboote kentern in Ägäis - Mehrere Tote

Athen - Das Flüchtlingsdrama in der Ägäis dauert an. Nach dem Kentern eines Flüchtlingsboots sind vor der griechischen Insel Farmakonisi mindestens zehn Menschen ertrunken, darunter auch ein Kind.

Das berichtete das Staatsradio unter Berufung auf die Küstenwache. Die Rettungsmannschaften konnten 68 Menschen aus den Fluten retten. 29 Flüchtlinge konnten an Land schwimmen, hieß es. Die Such- und Rettungsaktion dauere an.

Bereits am Vortag waren zwei Schlauchboote vor den Inseln Samos und Lesbos gekentert. Seitdem werden fünf Migranten vermisst und die Rettungskräfte haben nach Berichten örtlicher Medien die Hoffnung aufgegeben, sie am Leben zu finden. Das eine Boot sei nördlich der Insel Samos gekentert. Die Küstenwache habe 24 Flüchtlinge retten können. Diese berichteten von vier vermissten Minderjährigen. Das zweite Boot kenterte vor Lesbos. Dort konnte die Küstenwache 32 Menschen aus den Fluten retten. Ein 20 Jahre alter Flüchtling werde seitdem vermisst, berichtete das Staatsradio.

Tausende Flüchtlinge versuchen täglich von der türkischen Ägäisküste auf eine der griechischen Inseln zu gelangen. Fast alle wollen weiter nach Westeuropa. Am Samstag brachten zwei Fähren mehr als 4000 Migranten von den Inseln nach Piräus, berichtete das Staatsradio. Am frühen Sonntagmorgen kamen weiter 1700 Migranten in Piräus an. Insgesamt pendeln drei Fähren zwischen den Inseln Lesbos, Kos, Kalymnos und Leros und bringen täglich Tausende Menschen zum Festland.

dpa

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