+
Der Weg ist riskant. Sie nehmen ihn trotzdem auf sich. Das Flüchtlingsdrama in der Ägäis dauert an. Wieder ist ein Boot mit Flüchtlingen vor der griechischen Insel Farmakonisi gekentert. Foto: Opielok Offshore Carriers

Flüchtlingsboote in Ägäis gekentert: Drei Tote

Athen (dpa) - Das Flüchtlingsdrama in der Ägäis dauert an. Nach dem Kentern eines Flüchtlingsboots sind vor der griechischen Insel Farmakonisi drei Menschen ertrunken, darunter auch ein Kind. Das teilte die griechische Küstenwache am Sonntag mit.

Die Rettungsmannschaften konnten 68 Menschen aus den Fluten retten. 29 Flüchtlinge konnten an Land schwimmen, hieß es. Bereits am Vortag waren zwei Schlauchboote vor den Inseln Samos und Lesbos gekentert.

Seitdem werden fünf Migranten vermisst und die Rettungskräfte haben nach Berichten örtlicher Medien die Hoffnung aufgegeben, sie am Leben zu finden. Das eine Boot sei nördlich der Insel Samos gekentert.

Die Küstenwache habe 24 Flüchtlinge retten können. Diese berichteten von vier vermissten Minderjährigen. Das zweite Boot kenterte vor Lesbos. Dort konnte die Küstenwache 32 Menschen aus den Fluten retten. Ein 20 Jahre alter Flüchtling werde seitdem vermisst, berichtete das Staatsradio.

Tausende Flüchtlinge versuchen täglich von der türkischen Ägäisküste auf eine der griechischen Inseln zu gelangen. Fast alle wollen weiter nach Westeuropa. Am Samstag brachten zwei Fähren mehr als 4000 Migranten von den Inseln nach Piräus, berichtete das Staatsradio.

Am frühen Sonntagmorgen kamen weiter 1700 Migranten in Piräus an. Insgesamt pendeln drei Fähren zwischen den Inseln Lesbos, Kos, Kalymnos und Leros und bringen täglich Tausende Menschen zum Festland. 

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

News-Ticker: Gericht hört vier Terror-Verdächtige an
Polizei bestätigt: Beiden Hauptverdächtigen der blutigen Attentate in Katalonien sind tot. Alle Neuigkeiten finden Sie in unserem News-Ticker.
News-Ticker: Gericht hört vier Terror-Verdächtige an
Autos von SPD-Politikerin Michelle Müntefering angezündet
In Herne in Nordrhein-Westfalen sind in der Nacht zum Dienstag zwei Autos der SPD-Bundestagsabgeordneten Michelle Müntefering in Flammen aufgegangen.
Autos von SPD-Politikerin Michelle Müntefering angezündet
Kommentar: Strafen allein helfen nicht
Nach langer Diskussion hat sich die CSU-Landtagsfraktion nun zu einem Modellversuch mit dem Heroin-Gegenmittel Naloxon durchringen können. Das ist ein Schritt in die …
Kommentar: Strafen allein helfen nicht
Funkstille zwischen AfD-Spitzenkandidaten und Petry
Die AfD spricht auch in Wahlkampfzeiten selten mit einer Stimme. Die Spitzenkandidaten Gauland und Weidel nervt das manchmal. Gerüchten über eine mögliche Spaltung nach …
Funkstille zwischen AfD-Spitzenkandidaten und Petry

Kommentare