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Angela Merkel und Horst Seehofer vertreten - zumindest öffentlich - unterschiedliche Ansichten, wie die Flüchtlingskrise zu lösen ist.

Union gespalten

Seehofer vs. Merkel: Auf wessen Seite stehen Sie?

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München - Wenn nächstes Jahr Bundestagswahl wäre... Dann würde es einen harten Kampf um die Kandidatur zwischen Angela Merkel und Horst Seehofer geben. Und wen würden Sie wählen?

Update vom 9. Oktober 2015: Die Flüchtlingskrise beschäftigt Europa aktuell. Wir halten Sie über alle Entwicklungen im News-Ticker auf dem Laufenden.

Seit Monaten strömen Millionen Flüchtlinge aus Syrien und weiteren Krisengebieten nach Europa. Viele kamen nach Deutschland, wo sie in den meisten Städten mit Applaus und Hilfspaketen am Bahnhof empfangen wurden.

Doch die Anfangseuphorie ist gewichen. Nun ächzen die ehrenamtlichen Helfer unter der Last und sie fordern Hilfe von der Politik. In CDU und CSU wird von den Führungsspitzen bis zur Basis intensiv über mögliche Lösungen diskutiert und gestritten. 

Das will Merkel: Zu Beginn des großen Flüchtlingsstroms sagte Merkel, dass "wir das schaffen". Das betonte sie auch nochmal am Mittwochabend in der Talk-Show von Anne Will. Zwischen diesen beiden Aussagen wurde es ruhig um die Kanzlerin. Auch am Mittwochabend erklärte sie den Bürgern keine genauen Fahrpläne, wie die Politik und die Bürger das schaffen werden.

Das wollen Seehofer, die CSU und einige Teile der CDU: Horst Seehofer spricht sich für einen Stopp der Zuwanderung aus. Außerdem müsse man schneller "Wirtschaftsflüchtlinge" abschieben und mit Hilfe von Grenzkontrollen den Zustrom stoppen.

Bei den Lesern von merkur.de herrscht eine überwiegende Ablehnung gegen die Politik von Angela Merkel. Auf Twitter hingegen wurde ihre Haltung bei Anne Will gelobt. Man merkt: Das Land ist gespalten.

Stimmen von Usern:

MaDay echauffiert sich bei merkur.de: "Diese Frau erweist den Flüchtlingen durch ihr Nichtstun einen Bärendienst. Statt sehr vielen (Kriegs-)Flüchtlingen in begrenzter Anzahl eine sichere Heimat und stabile Zukunft zu gewähren (das kann man schaffen!), was laut Grundgesetz auch so vorgesehen ist, schafft sie durch die unkontrollierte und unlimitierte Einreisemöglichkeit für jedermann unzumutbare Zustände und neue Not für alle diese Menschen - und mindert so nebenbei auch massiv die Lebensqualität für Einheimische."

Auch afreisinga ist mit der Politik der Kanzlerin unzufrieden. "Merkel hat gestern, für jedermann hör und sichtbar eingestanden, sie kann die Grenzen nicht schließen und sie hätte keinen Einfluß darauf wieviele noch ins Land kämen. Dies ist nichts geringeres als die Offenbarung ihrer Machtlosigkeit und so etwas ist als Staatsoberhaupt nicht mehr tragbar!", schreibt er.

Ebenso sieht es doctor j ähnlich: "Solange die CSU mit der Merkel-Union koaliert, sind beide für mich unwählbar."

Ex-Stoiber-Berater: Merkel droht wegen Flüchtlingen das Aus als Kanzlerin

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