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Zweimal im Jahr treffen sich Bayerns Bischöfe. Diesmal wird das Thema Flüchtlinge im Mittelpunkt stehen.  

Aufregung vor Bischofskonferenz

Bischöfe diskutieren Flüchtlings-Unterbringung

München/Freising – Wie sollen in kirchlichen Einrichtungen weitere Migranten untergebracht werden? Darüber diskutieren Bayerns Bischöfe bei der Herbstvollversammlung ab Dienstag auf dem Freisinger Domberg.

Die Flüchtlingskrise beschäftigt auch Bayerns katholische Bischöfe. Bei der Herbstvollversammlung auf dem Freisinger Domberg beraten die Oberhirten der sieben Bistümer vom Dienstag bis Donnerstag darüber, wie in kirchlichen Einrichtungen weitere Migranten untergebracht werden können. Vor allem die Betreuung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge liegt ihnen am Herzen.

Das Erzbistum München-Freising etwa will in einem ehemaligen Kapuzinerkloster der bayerischen Landeshauptstadt ein Zentrum für Flucht, Asyl und Integration einrichten. Zudem will die Erzdiözese die Pfarreien mit ihren ehrenamtlichen Helfern stärker unterstützen.

Schon vor der Konferenz sorgte ein Bericht unserer Zeitung für Aufregung in Kirchenkreisen. Wie am Wochenende dargestellt, lassen sich die bayerischen Bistümer die Kosten für die Unterbringung von Flüchtlingen in kirchlichen Einrichtungen weitgehend erstatten. Die Mietkosten für Wohnungen und Häuser werden in der Regel vom jeweiligen Landkreis übernommen.

Kostenübernahme durch Landkreise ein "normales Verfahren"

Zwar bestätigte der Sprecher des Erzbistums München und Freising, Bernhard Kellner, diese Praxis, sprach allerdings von einem „normalen Verfahren“. Er verwies darauf, dass dieses Verfahren für andere kirchliche Träger genauso gelte wie für private Träger. Insgesamt stelle das Erzbistum rund 1000 Plätze für Flüchtlinge bereit, 200 Plätze davon weitgehend kostenlos. Dort würden lediglich Betriebskosten abgerechnet, es werde aber keine Miete verlangt.

Außerdem verwies Kellner auf die Leistung der vielen Ehrenamtlichen in den Pfarreien. Grundsätzlich liege die große Leistung der Kirche nicht auf dem Gebiet der Vermietung, sondern auf dem Feld der karitativen, humanen und psychosozialen Beratung. Unseren Bericht nannte er „extrem verkürzt und verzerrt“.

Bei der Konferenz, an der die sieben bayerischen Diözesen München-Freising, Bamberg, Augsburg, Eichstätt, Regensburg, Passau und Würzburg und das Bistum Speyer teilnehmen, wird allerdings nicht nur über Flüchtlinge gesprochen werden. Auch die Jugendarbeit der katholischen Kirche soll Thema sein. Beim Tagesordnungspunkt Hochschulen dürfte die Zukunft der krisengebeutelten Katholischen Universität (KU) Eichstätt-Ingolstadt zur Sprache kommen. Nach dem Rücktritt von Präsident Richard Schenk wird die KU seit einem Jahr von einem Interims-Präsidium geleitet. 2016 soll ein Nachfolger gewählt werden.  

dpa/kna

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