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Horst Seehofer, Angela Merkel: Der bayerische Ministerpräsident will in der Flüchtlingskrise keine Verantwortung mehr übernehmen. 

"Es gibt keine Container mehr"

Flüchtlingskrise: Seehofer sieht Kanzlerin Merkel in der Pflicht

Deggendorf - Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer sieht die politische Verantwortung für die Flüchtlingskrise jetzt allein beim Bund. Er sieht vor allem Kanzlerin Merkel in der Pflicht.

Der CSU-Chef traf sich am Mittwochabend in Deggendorf mit Kommunalpolitikern aus der Grenzregion zu Österreich, wo täglich mehreren tausend Menschen eintreffen. „Wir sind nicht bereit, die Verantwortung für diese Situation zu tragen“, sagte Seehofer nach dem Krisentreffen. „Wenn die Politik der Zuwanderung keine Grenzen setzt, wird die Bevölkerung der Politik Grenzen setzen.“

Einen einseitigen bayerischen Aufnahmestopp verkündete Seehofer nicht. Stattdessen vereinbarte die Runde, sich in den nächsten Wochen mit provisorischen Notmaßnahmen zu behelfen. Seehofer forderte den Bund auf, Bundesliegenschaften wie die Kasernen zur Verfügung zu stellen und dort in Eigenregie Flüchtlinge unterzubringen.

Nach Angaben des bayerischen Landkreispräsidenten Christian Bernreiter (CSU) gehen die Unterbringungsmöglichkeiten rapide zur Neige. „Es gibt keine Container mehr, es gibt keine Betten mehr, es gibt keine Zelte mehr“, sagte Bernreiter.

dpa

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