+
Bisher ist noch kein Nachfolgekandidat für den scheidenden Parlamentspräsidenten John Boehner gefunden worden. Foto: Michael Reynolds

Flügelkampf entzweit US-Republikaner

Washington (dpa) - Die republikanische Mehrheitspartei im US-Repräsentantenhaus ist weiter in einen heftigen Flügelkampf verwickelt. Bis zum Wochenende war noch immer kein Nachfolgekandidat für den scheidenden Parlamentspräsidenten John Boehner gefunden.

Der Fraktionschef der Republikaner und Stellvertreter Boehners, Kevin McCarthy, hatte seine Kandidatur für das Amt des Parlamentspräsidenten ("Speaker of the House") zurückgezogen, weil er eine Mehrheit bei einer bevorstehenden Abstimmung nicht für gewährleistet angesehen hatte. Der Streit versetzte die Partei in eine erhebliche Schieflage. Die "Washington Post" sieht die Republikaner "an der Grenze, als funktionierende Partei zu sterben".

Grund ist eine Gruppe von rund 40 Abgeordneten vom rechten Parteirand, die extrem konservative Positionen durchsetzen will und innerparteilich Opposition betreibt. Die Abweichler hatten bereits Boehner zum Rückzug bewegt und damit die Krise in der Partei ausgelöst.

Bei der Suche nach einem neuen Kandidaten für den Posten des Parlamentspräsidenten ist die "Grand Old Party" weiter völlig zerstritten. McCarthy favorisiert den 45 Jahre alten Paul Ryan aus dem US-Bundesstaat Wisconsin. "Ryan ist der richtige Mann", sagte auch der Abgeordnete Darrel Issa. Ryans Sprecher dementierte und sagte, er sei derzeit kein Kandidat.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Schlechtester Wert seit 20 Jahren: Umfrage-Schock für die CSU
Nach der Asyldebatte und dem internen Hickhack erhält die CSU ein verheerendes Zwischenzeugnis. Nur noch 38 Prozent in Bayerns wichtigster Umfrage – Markus Söder …
Schlechtester Wert seit 20 Jahren: Umfrage-Schock für die CSU
Historisches Tief: CSU stürzt auf 38 Prozent ab
München (dpa) - Drei Monate vor der Landtagswahl in Bayern ist die CSU in einer Umfrage weiterhin weit von der absoluten Mehrheit entfernt.
Historisches Tief: CSU stürzt auf 38 Prozent ab
Bamf will unrechtmäßig abgeschobenen Asylbewerber zurückholen
Im Asylstreit übt Kardinal Marx Kritik an Markus Söder und Horst Seehofer. Derweil will das Bamf einen wohl unrechtmäßig abgeschobenen afghanischen Asylbewerber nach …
Bamf will unrechtmäßig abgeschobenen Asylbewerber zurückholen
Maghreb-Staaten und Georgien bald "sichere Herkunftsstaaten"
Die große Koalition will die Asylverfahren für Schutzsuchende aus Georgien und den Maghreb-Staaten verkürzen. Auch die FDP ist dafür. Das Vorhaben könnte aber erneut am …
Maghreb-Staaten und Georgien bald "sichere Herkunftsstaaten"

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.