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Mysteriöses Manöver auf dem Weg nach China: Flug von Außenminister Lawrow abrupt beendet

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Von: Patrick Freiwah

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Ein Flug von Russlands Außenminister Sergej Lawrow nach China wurde offenbar jäh beendet. Warum erfolgte der angebliche Kurswechsel - und welches Ziel hatte die Reise?

Moskau/Peking - Ob eine wünschenswerte Deeskalation im Ukraine-Konflikt näher kommt, erscheint fraglich. Zwar kursieren Berichte über einen 15-Punkte-Plan, der sowohl Forderungen von der Ukraine als auch der russischen Regierung beinhaltet, jedoch erscheinen Kriegsrhetorik und die kontinuierliche Aufrüstung des russischen Nachbarn im Hinblick auf baldigen Frieden nicht gerade förderlich. Während der Angriffskrieg in der Ukraine weiter im Gange ist, wollte Russlands Außenminister Sergej Lawrow offenbar zu Gesprächen in die chinesische Hauptstadt Peking fliegen.

Ukraine-Krieg: Russland und China suchen Dialog - Flug wird abgebrochen

Jedoch gab es angeblich einen abrupten Kurswechsel: Das Flugzeug, in dem sich unter anderen der enge Vertraute von Präsident Wladimir Putin befand, sei auf halber Strecke über Sibirien umgedreht und zurück auf den Moskauer Flughafen Vnukovo geflogen. Darüber berichten mehrere Medien, darunter die Bild. Was der 71-jährige Lawrow in China beabsichtigte, ist ebenso wie die zügige Routenänderung des Flugplans jedoch unklar. Der Hintergrund dürfte indes auf der Hand liegen:

China vollführt seit Beginn des Konflikts eine Gratwanderung zwischen einer möglichst neutralen Haltung und einer grundsätzlichen Unterstützung russischer Sicherheitsbedenken. China und Russland hatten sich in den letzten Jahren zunehmend angenähert. Kürzlich enthielt sich das Reich der Mitte aber bei einer Abstimmung im UN-Sicherheitsrat zur Verurteilung von Russlands Angriff. Jedoch wurde durch die USA der Wind gegenüber Peking zuletzt rauer, weil es sich im Ukraine-Krieg nicht auf die Seite des Westens stellt. Das bevölkerungsreichste Land der Erde ist zwar selbst ein wichtiger Handelspartner Amerikas, jedoch auch der größte wirtschaftliche Rivale.

Ukraine nach dem Vorbild von Österreich? Neutralität als Knackpunkt des Weltfriedens

Am Mittwoch erneuerte Russland die Absicht einer neutralen Ukraine nach dem „Vorbild von Österreich“, während die Bundesregierung weiter die Wichtigkeit der Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine betonte. Auf dieses Anliegen reagierte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj allerdings abweisend. Kurz darauf wurde bekannt, dass die Vereinigten Staaten eine weitere Aufrüstung des krisengebeutelten Landes in Milliardenhöhe auf den Weg bringen.

Während die Nato-Staaten die russische Seite für die Eskalation in der Ukraine verantwortlich macht, sieht Russland den Westen und allen voran die USA als Aggressor, der im Nachbarland Experimente mit Biowaffen wie der afrikanischen Schweinepest, Cholera oder auch Corona durchführe. (PF)

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