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Die UN hat die Bilder von den Zeichnungen veröffentlicht, die der Ex-Häftling Kim Kwang-il zu Papier gebracht hat.

Folter, Hunger, Torturen

Ex-Häftling zeichnet das Grauen in Nordkorea

Pjöngjang  - Schwere Verbrechen gegen die Menschlichkeit sind in Nordkorea an der Tagesordnung. Ein Ex-Häfling hat auf Zeichnungen festgehalten, wie Gefangene in Nordkorea gequält und gefoltert werden.

Die Führung Nordkoreas gehört nach den Feststellungen einer UN-Untersuchungskommission wegen schwerer Verbrechen gegen die Menschlichkeit auf die Anklagebank: In nie dagewesener Deutlichkeit warf das UN-Gremium der Staatsführung in Pjöngjang am Montag vor, seit Jahrzehnten schwere Verbrechen zu begehen.

"Die Menschenrechtsverletzungen  sind von einer Schwere, einem Ausmaß und einer Art, die in der heutigen Welt keinen Vergleich kennt", heißt es in dem 372-Seiten-Bericht.

Aufgezählt werden "Ausrottung, Mord, Versklavung, Folter, Haft, Vergewaltigung, erzwungene Abtreibungen" sowie zahlreiche weitere Verbrechen, etwa Zwangsumsiedlungen und das Aushungern von Bevölkerungsgruppen.

Der nordkoreanische Ex-Häftling Kim Kwang-il hat aus der Erinnerung die Folter und Torturen gezeichnet, die Gefangene in den Lagern Nordkoreas ertragen müssen.  

Das Grauen in Nordkoea: Ex-Gefangener zeichnet Torturen

Das Grauen in Nordkoea: Ex-Gefangener zeichnet Torturen

Die Kommission war im Mai 2013 durch den UN-Menschenrechtsrat in Genf eingesetzt worden. Sie warf der Führung in Pjöngjang vor, derzeit in vier großen Lagern zwischen 80.000 und 120.000 politische Gefangene zu internieren. Nordkorea hat rund 24 Millionen Einwohner.

Für die Verbrechen in Nordkorea könnten nach Einschätzung der Kommission "mehrere hundert" Menschen verantwortlich sein. Kirby verwies nicht ausschließlich auf Staatsführer Kim Jong Un, sagte aber, diesem falle "ein Großteil der Verantwortung zu". Im nordkoreanischen Machtgefüge laufe alles beim "obersten Führer" zusammen.

Kim Jong Un ist der dritte Machthaber der Kim-Dynastie - er steht seit Ende 2011 an der Spitze der Machtpyramide, nachdem sein Vater, Kim Jong Il, gestorben war. Dessen Vater, Kim Il Sung, wird als Staatsgründer verehrt und begründete den streng hierarchischen Machtapparat und den damit verbundenen Personenkult.

AFP/js

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