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Seit der Nominierung von Martin Schulz zum Kanzlerkandidaten der SPD konnten die Sozialdemokraten den Abstand zur Union verkürzen. Foto: Carsten Rehder

Abstand zur Union sinkt

Forsa: SPD erstmals seit Ende 2012 wieder über 30 Prozent

Zehn Prozentpunkte hoch in zwei Wochen: Martin Schulz ist für die SPD ein Konjunkturprogramm. Auch die AfD büßt Zustimmung ein.

Berlin (dpa) - Die SPD setzt mit Kanzlerkandidat Martin Schulz ihre Aufholjagd in den Umfragen fort: Nach dem Meinungstrend von Forsa im Auftrag von RTL und "Stern" gewinnt die SPD im Vergleich zur Vorwoche weitere fünf Prozentpunkte hinzu und steigt von 26 auf 31 Prozent.

Die Sozialdemokraten könnten demnach - wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre - den Rückstand auf CDU/CSU auf drei Punkte verkürzen. Die Union liegt jetzt nach der Forsa-Umfrage bei 34 Prozent. Das ist ein Punkt weniger als in der Vorwoche.

In einer Umfrage von Insa im Auftrag der "Bild"-Zeitung, die am Montag veröffentlich wurde, hatte die SPD die Union sogar überholt.

Die SPD überspringe damit zum ersten Mal seit Oktober 2012 die 30-Prozentmarke, hieß es bei Forsa. Seit der Nominierung von Schulz zum Zugpferd für die Bundestagswahl am 24. September hat die SPD bei Forsa zehn Punkte hinzugewonnen. Die Union verlor drei Punkte. Die Sozialdemokraten bekämen Zulauf von bisherigen Anhängern aller anderen Parteien - auch von den wenigen gemäßigten der AfD.

Die AfD verliert erneut einen Punkt und liegt nun bei 10 Prozent. Die Grünen, die in der Vorwoche zwei Punkte einbüßten, blieben stabil bei 8 Prozent. Die Linke sinkt um einen Punkt ab und kommt ebenfalls auf 8 Prozent. Die FDP muss demnach um den Wiedereinzug in den Bundestag zittern - die Liberalen verlieren einen Punkt und liegen nur noch bei 5 Prozent.

Wenn die Bundesbürger den Kanzler direkt wählen könnten, lägen Schulz und Kanzlerin Angela Merkel gleichauf. Nach Angaben von Forsa würden sich 37 Prozent der Wahlberechtigten für Schulz entscheiden - das sind vier Punkte mehr als in der Vorwoche. Ebenfalls 37 Prozent erhält Angela Merkel, die fünf Punkte verloren hat.

Forsa hat zudem abgefragt, welche Partei mit den Problemen in Deutschland am besten fertig werde. Hier gewinnt die SPD zwar zwei Punkte hinzu, liegt mit 13 Prozent aber noch weit unter dem Wert von 31 Prozent für die Union.

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