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Ex-Verfassungsschützer Andreas Temme muss sich aktuell vor dem Untersuchungsausschuss des Landtages Hessen in Wiesbaden verantworten.

Was hat er wirklich mitbekommen?

Forscher: Ex-Verfassungsschützer muss NSU-Mord bemerkt haben

Kassel - Ein Ex-Verfassungsschützer steht in der Kritik. Nach neuesten Erkenntnissen hätte er die Bluttat in Kassel bemerken müssen.

Eine neue Untersuchung zum Mord der rechtsextremen NSU-Terroristen am Internetcafé-Besitzer Halit Yozgat 2006 in Kassel könnte den früheren Verfassungsschützer Andreas Temme in Erklärungsnot bringen. Nach den Ergebnissen der Londoner Forschungsgruppe Forensic Architecture hätte Temme die Tat bemerken müssen. Tests mit einem Tatortnachbau und eine Computersimulation hätten dies ergeben, erklärte Forschungskoordinatorin Christina Varvia am Donnerstag in Kassel. Temme hatte dies bestritten.

Temme stand zeitweise sogar unter Mordverdacht

In Auftrag gegeben hatte die Untersuchung das Aktionsbündnis „NSU-Komplex auflösen“. Die Ergebnisse sollen im Mai auch beim NSU-Prozess in München vorgestellt werden. Ein Nebenklagevertreter habe den Antrag dafür gestellt, bestätigte das Oberlandesgericht.

Temme hatte damals nach eigenen Angaben in einem Nebenraum privat im Internet gesurft, von der Tat habe er nichts bemerkt. Temme stand zeitweise sogar unter Mordverdacht, die Ermittlungen wurden aber später eingestellt. Und das Münchner Oberlandesgericht bewertete Temmes Abgaben in einem Beschluss aus diesem Sommer als glaubwürdig.

dpa

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