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Bundesforschungsministerin Johanna Wanka.

Sie wirft Kritikern Stimmungsmache vor

Forschungsministerin: Verbot von Gen-Pflanzen "ist absurd"

Berlin - Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU) ist gegen ein Verbot gentechnisch veränderter Pflanzen in Deutschland. Den Gegnern wirft sie "Stimmungsmache" vor, "um die Freiheit von Forschung einzuschränken."

Bundesforschungsministerin Johanna Wanka hat sich gegen ein Verbot gentechnisch veränderter Pflanzen in Deutschland ausgesprochen. „Es ist doch absurd: In der Medizin ist Gentechnik völlig akzeptiert“, sagte die CDU-Politikerin der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. „Bei Pflanzen und Nahrungsmitteln gilt sie plötzlich als verpönt.“

Deutschland sei rohstoffarm und daher auf wissenschaftlichen Fortschritt angewiesen. „Stimmungsmache, um die Freiheit von Forschung einzuschränken, ist sehr gefährlich und eine Bedrohung für den Wirtschaftsstandort Deutschland“, fügte Wanka hinzu. Die Politik dürfe Ängsten in der Bevölkerung nicht ohne weiteres nachgeben. „Wir dürfen nicht gleich die Fahne einrollen, wenn es schwieriger wird. Wir als Politiker müssen für unsere Überzeugungen einstehen. Auch dann, wenn sie gerade nicht populär sind“, sagte die Ministerin.

Der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen ist in Deutschland seit Jahren sehr umstritten. Nach Plänen der EU-Kommission soll ein Verbot in einzelnen Mitgliedstaaten künftig möglich sein. Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) hat einen Gesetzentwurf für ein nationales Anbauverbot auf den Weg gebracht.

dpa/AFP

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