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Bundesratspräsident Jens Böhrnsen (SPD): “Ich habe ihm meinen Respekt für seine Entscheidung ausgedrückt“, sagte Böhrnsen am Montag in Bremen. Der Bremer Bürgermeister übernimmt vorübergehend die Amtsgeschäfte. Köhler habe ihm erklärt, “dass er vor dem Hintergrund der öffentlichen Interpretation seiner Äußerungen zum Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan den Rücktritt vom Amt des Bundespräsidenten für unvermeidlich gehalten hat“, erklärte Böhrnsen. Als Bürger sei er “traurig“ über Köhlers Schritt.
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Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU): “Ich kann's kaum glauben. Ich bedauere den Schritt des Bundespräsidenten sehr, der als erster Bürger unseres Landes ein hohes Ansehen bei Bürgerinnen und Bürgern genießt. Ich habe den Bundespräsidenten in jeder Situation als innerlich hoch engagierten Menschen erlebt, der Gesprächspartnern deutlich gemacht hat, dass er das Amt mit großer innerer Verve führt. Ich habe seine Anfragen immer als Ansporn empfunden, besser zu werden als wir sind.“
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Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU): "Ich nehme seine Rücktrittentscheidung mit Bedauern und die Begründung seiner Entscheidung mit großem Respekt zur Kenntnis. Horst Köhler war ein Bundespräsident, der während seiner gesamten Amtszeit das erste Amt im Staate mit großer Ernsthaftigkeit und Würde ausgefüllt hat. Er hat sich die Sympathien der Bürger in Deutschland und hohe Anerkennung im Ausland erworben."
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Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) zeigte sich “sehr überrascht“ über den Rückzug Köhlers. Die Äußerungen des Staatsoberhaupts zum Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr seien sicher unglücklich gewesen, sagte er am Montag in Berlin. “Ob sie für einen Rücktritt hinreichend waren, hat der Bundespräsident offensichtlich selbst entschieden.“
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Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU): "Ich bedauere die persönliche Entscheidung des Bundespräsidenten. Horst Köhler war ein kompetenter, bürgernaher und sehr beliebter Bundespräsident. Deutschland hat ihm viel zu verdanken. "
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Vizekanzler Guido Westerwelle (FDP): Köhler hat Westerwelle erst am Montagmittag von seinen Rücktrittsplänen informiert. Der Außenminister sei “wie vom Donner getroffen gewesen“, hieß es am Montag aus Westerwelles Umgebung. Westerwelle habe versucht, Köhler umzustimmen, jedoch ohne Erfolg. Anschließend beriet der FDP-Chef gemeinsam mit Bundeskanzlerin Merkel (CDU) über das weitere Vorgehen. Der Bundespräsident sei “außerordentlich getroffen von der Maßlosigkeit der Kritik“ an seinen Afghanistan-Äußerungen, hieß es in Westerwelles Umgebung.
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SPD-Chef Sigmar Gabriel gibt der schwarz-gelben Koalition die Schuld am Köhler-Rücktritt. “Dieser Schritt ist nur erklärbar, wenn man sieht, wie stark ausgerechnet diejenigen, die Horst Köhler gewählt haben, ihm die Unterstützung entzogen haben. Ich bedaure den Schritt des Bundespräsidenten außerordentlich.“ Wie die übergroße Mehrheit der Deutschen habe er die Amtsführung des Bundespräsidenten und auch Köhler als Person immer sehr geschätzt.
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Bayerns Grüne haben den Rücktritt des Bundespräsidenten als überraschenden Schritt bezeichnet. “Mit seinem missverständlichen Versuch, den Kriegseinsatz in Afghanistan mit wirtschaftlichen Interessen zu begründen, hat er eine Welle berechtigten Protests hervorgerufen“, teilten der bayerische Grünen-Landesvorsitzende Dieter Janecek (Foto) und die Fraktionsvorsitzende im Landtag, Margarete Bause, am Montag in München mit. “Leider hat er durch seine unbedachten Äußerungen und seinen überraschenden Rückzug genau dieses Amt beschädigt“, heißt es weiter.

"Wie vom Donner getroffen": Reaktionen zum Köhler-Rücktritt

Hörst Köhler ist als Bundespräsident zurückgetreten. Die Reaktionen.

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