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FPÖ-Parteichef Heinz-Christian Strache ist von der Partei Einiges Russland ganz angetan.

Kooperationsvertrag unterzeichnet

FPÖ macht mit Putins Partei gemeinsame Sache

München - Während sich die AfD in Deutschland über Kontakte nach Moskau bedeckt hält, prescht die FPÖ in Österreich vor und unterzeichnet mit der Putin-Partei Einiges Russland gleich eine Kooperation.

Die rechtspopulistische FPÖ in Österreich hat mit der Partei Einiges Russland des russischen Präsidenten Wladimir Putin einen Kooperationsvertrag abgeschlossen. Wie die FPÖ am Montag in Wien mitteilte, wurde der Vertrag von Parteichef Heinz-Christian Strache und dem Vize-Generalsekretär von Einiges Russland, Sergej Schelesnjak, in Moskau unterzeichnet. Die FPÖ stellt sich darin hinter das Ziel der Putin-Partei, die junge Generation "im Geiste von Patriotismus und Arbeitsfreude" zu erziehen.

Strache plädierte dafür, die "für die Wirtschaft schädlichen und letztendlich nutzlosen" internationalen Sanktionen gegen Russland zu streichen. Vielmehr solle ein "Schulterschluss zwischen den USA und Russland" angestrebt werden. So könne eine "diplomatische Befriedung" der Konflikte in Syrien und um die Schwarzmeer-Halbinsel Krim erreicht werden, die im Frühjahr 2014 von Russland annektiert wurde.

Norbert Hofer gehört zur Delegation

Zu der FPÖ-Delegation, die sich in Russland aufhielt, gehörte auch der Präsidentschaftskandidat Norbert Hofer, der Anfang Dezember in der Stichwahl um das Amt des österreichischen Bundespräsidenten auf gut 46 Prozent der Stimmen kam und damit dem früheren Grünen-Chef Alexander Van der Bellen unterlag. Einiges Russland genießt in einigen rechtspopulistischen Parteien in Europa Sympathien.

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