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Spenderorgane werden dringend benötigt.

Fraktionschefs treiben Organspende-Regelung voran

Berlin - In die Neuregelung der Organspende in Deutschland kommt Bewegung. Deutschland nähert sich einer Regelung für alle Bundesbürger an.

Auf Einladung von SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier trafen sich die Vorsitzenden aller Bundestagsfraktionen, um den Vorstoß für mehr Spenderorgane abzustimmen, berichtet die “Bild“-Zeitung (Samstag). Nach Schätzungen warten in Deutschland etwa 12 000 Menschen auf ein Spenderorgan.

SPD und CDU schlagen vor, dass jeder erwachsene Bundesbürger sich für oder gegen eine mögliche Organspende entscheiden muss. Dies könnte beispielsweise bei Ausgabe eines Führerscheins oder Personalausweises erfolgen. Diese Willensbekundung könnte dann in dem Dokument vermerkt und jederzeit auch wieder geändert werden.

Mit einem Organspendeausweis bekundet man derzeit die Bereitschaft zur Organspende nach dem Tod.

Bislang wird die Bereitschaft zur Organentnahme im Todesfall in einem separaten Spenderausweis erklärt. Das Treffen habe am Donnerstagabend auf Einladung von Steinmeier stattgefunden, der im vergangenen Jahr seiner Frau eine Niere gespendet hatte. Der SPD-Politiker sagte in “Bild“ zur Organspende-Initiative: “Ich bin zuversichtlich, dass das schnell gehen kann. Denn wir sind uns im Ziel weitgehend einig. Wenn sich die Details rasch klären lassen, bekommen wir das in diesem Jahr noch hin.“

In Umfragen begrüßen mehr als zwei Drittel der Deutschen Organspenden. Einen Spenderausweis haben aber nach abweichenden Angaben nur 14 bis 25 Prozent der Bundesbürger.

dpa

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