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Hat seinen Rücktritt aus der Politik angekündigt: Sebastian Frankenberger.

ÖDP-Bundesvorsitzender im Merkur-Interview

Rauch-Gegner Frankenberger wirft hin

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München - Sebastian Frankenberger (ÖDP) zieht sich aus der Politik zurück, wie er im Interview mit dem Münchner Merkur ankündigt. Hintergrund sind Widerstände gegen seine Person aus der Partei.

Der Bundesvorsitzende der ÖDP Sebastian Frankenberger zieht sich aus der aktiven Parteipolitik zurück. Das kündigt er im Interview mit dem MÜNCHNER MERKUR (Montagsausgabe) an. Hintergrund seien massive Widerstände gegen seine Person aus der Partei, die beispielsweise verhindert hatten, dass Frankenberger auf Platz 1 der Liste für die Europa-Wahl vorigen Sonntag kandidiert.

"Die Gräben, die entstanden sind, sind anscheinend einfach nicht zu überwinden", sagt der 32-jährige Passauer der Zeitung. "Bislang habe ich nach außen und auch nach innen viel auf mich genommen und mich stark zurückgehalten, auch, um die Motivation in der Partei nicht zu schwächen. Jetzt sind die Wahlen vorbei."

Frankenberger kritisiert, dass er persönlich angegriffen worden sei: "Zum Beispiel wurde mir mehrfach gesagt, dass ich in meiner Heimatstadt Passau nichts mehr zu suchen habe und mich angeblich 80 Prozent der Passauer hassen." Er werde überdenken, wo er seine Energie künftig investieren wird. " Ob ich mich im Herbst noch einmal zur Wahl des Bundesvorsitzenden stelle? Derzeit glaube ich das eher nicht."

Carina Lechner

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