Bundesregierung lehnt offenbar ab

Frankfurt wird wohl nicht Standort der EU-Bankenaufsicht

Berlin - Laut Spiegel kommt Frankfurt am Main nicht als neuer Standort für die Europäische Bankenaufsicht in Frage. Die Behörde muss wegen des Brexit-Votums London wohl verlassen. 

Die Bundesregierung will laut Spiegel nicht für Frankfurt am Main als möglichen neuen Standort für die Europäische Bankenaufsicht (EBA) werben. Der Umzug der Behörde, die wegen des Brexit-Votums wohl London verlassen muss, nach Deutschland habe keine Chancen, zitierte das Magazin am Freitag vorab aus dem Finanzministerium. In Frankfurt sitzt bereits die für die Versicherungssparte zuständige Finanzaufsicht.

Nach europäischen Gepflogenheiten könnten keine Orte zum Zuge kommen, die bereits bedacht wurden, schrieb der Spiegel. Auch Italien, das Ansprüche angemeldet hatte, dürfe sich keine Hoffnung machen, da ein Italiener Chef der Bankenaufsicht ist, heiße es im Finanzministerium. In Berlin wird dem Bericht zufolge damit gerechnet, dass sich Spanien um die Bankenaufsicht bewerben wird - obwohl eine Nähe zur Europäischen Zentralbank in Frankfurt sinnvoller wäre.

Spielt London auf Zeit? - EU verlangt rasche Austrittsverhandlungen

Der bayerische Finanzminister Markus Söder will den Standort Bayern derweil stärken. In diesem Zug will er die Europäische Bankenaufsicht gerne künftig in München sehen.

Brexit: Verlierer auf beiden Seiten des Ärmelkanals

afp

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