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Emmanuel Macron und Marine Le Pen.

Erster Wahlgang an diesem Sonntag

Frankreich entscheidet: Europa-Freund oder EU-Gegnerin? 

Es ist offen, wer als nächster französischer Präsident in den Élyséepalast einzieht. Klar ist nur: Wer es nicht durch die erste Runde schafft, ist raus. Wegen Terrorgefahr schützen 57.000 Sicherheitskräfte die Wähler.

Update vom 18. Juni 2017: Holt Präsident Emmanuel Macron heute in der Stichwahl die absolute Mehrheit? Wir berichten in einem Live-Ticker zu den Wahlen 2017 in Frankreich.

Update vom 11. Juni 2017: Erhält Präsident Emmanuel Macron in den Parlamentschaftswahlen eine Mehrheit in der französischen Nationalversammlung? Alle Informationen finden Sie im Live-Ticker zur Wahl 2017 in Frankreich.

Update vom 25. April 2017: Ihre Liebe begann, als sie seine Lehrerin war: Wir haben zusammengefasst, was Sie zu Brigitte Macron, der Ehefrau von des französischen Präsidentschaftskandidaten Emmanuel Macron wissen müssen.

Update vom 23. April 2017: Marine le Pen ist bei der Präsidentschaftswahl 2017 in der Stichwahl. Zum Fakten-Check: Wie schlimm wäre eine Präsidentin Marine le Pen wirklich?

Unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen stimmen die Franzosen über einen Nachfolger von Präsident François Hollande ab. Die Wahllokale öffneten am Sonntagmorgen in Paris und andernorts in Frankreich. Wegen Terrorgefahr schützen mehr als 50.000 Polizisten und 7000 Soldaten die Wähler im ersten Wahlgang. Der Ausgang der ersten Wahlrunde wird in Europa mit großer Spannung erwartet.

Denn unter anderem die EU-Gegnerin Marine Le Pen hat gute Chancen auf die Stichwahl am 7. Mai. Auch der linke Europakritiker Jean-Luc Mélenchon hat Aussichten - ebenso allerdings der europafreundliche Polit-Jungstar Emmanuel Macron und der Konservative François Fillon (lesen Sie hier kurze, prägnante Portraits der Kandidaten). In den aktuellen Umfragen zum ersten Wahlgang liegt Macron im Übrigen einen Prozentpunkt vor Le Pen

Die letzten Wahllokale schließen am Abend um 20 Uhr, frühestens dann wird mit ersten offiziellen Ergebnissen gerechnet (lesen Sie hier, wie Sie die Frankreich-Wahl live im TV und Live-Stream sehen). Allerdings könnten schon vorher erste Zahlen durchsickern: Medien in der Schweiz und in Belgien hatten beim vergangenen Mal schon am späten Nachmittag erste Trends verkündet. In manchen französischen Überseegebieten wurde wegen der Zeitverschiebung schon am Samstag gewählt. Insgesamt sind 47 Millionen Menschen stimmberechtigt. In unserem Live-Ticker zur Wahl in Frankreich sind Sie stets auf dem Laufenden.

Falls Marine Le Pen Frankreichs Präsidentin wird, will sie EU-Referendum 

Le Pen will ihr Land bei einem Sieg in der Stichwahl aus dem Euro führen und ein Referendum über die EU-Mitgliedschaft ansetzen. Mélenchon möchte die europäischen Verträge neu verhandeln und über das Resultat in einer Volksbefragung abstimmen lassen, zudem will er das Verteidigungsbündnis Nato verlassen.

Der sozialliberale Emmanuel Macron und der Konservative François Fillon stehen zur EU und wollen Frankreich reformieren. Umfragen ließen ein ungewöhnlich knappes Rennen erwarten. Macron lag zuletzt leicht vor oder auf Augenhöhe mit Le Pen, Fillon und Mélenchon nur wenige Prozentpunkte dahinter.

Die Sozialistische Partei des unbeliebten Amtsinhabers François Hollande wird den Elysée wohl nicht verteidigen: Ihr Kandidat Benoît Hamon ist in den Umfragen weit abgeschlagen.

Am Wochenende waren Kundgebungen und Medienauftritte der Kandidaten verboten. Schon nach der Pariser Terrorattacke vom Donnerstagabend hatten mehrere Präsidentschaftsanwärter letzte Termine abgesagt. Ein 39-Jähriger hatte mit einem Kalaschnikow-Sturmgewehr auf Polizisten geschossen und einen von ihnen getötet. Zwei weitere Beamte und eine deutsche Passantin wurden verletzt. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) reklamierte die Bluttat für sich.

Die Attacke hatte die Sicherheitspolitik zum Abschluss des Wahlkampfs in den Mittelpunkt gerückt. Frankreich war in den vergangenen Jahren Ziel mehrerer islamistischer Anschläge. Erstmals wählt das Land unter den Bedingungen des Ausnahmezustands.

dpa

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