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Wahllokal in Marseille: In Frankreich wird über den Präsidentschaftskandidaten der Sozialisten abgestimmt. Foto: v

Partei ist schwer angeschlagen

Frankreichs Sozialisten suchen Präsidentschaftskandidaten

Die Sozialisten von Präsident Hollande sind im Umfragekeller, die Partei ist gespalten. Bei der Wahl ihres Präsidentschaftskandidaten steht daher auch die Zukunft der Parti Socialiste auf dem Spiel.

Paris (dpa) - Mit einer eher verhaltenen Beteiligung hat die Abstimmung über den Präsidentschaftskandidaten der französischen Sozialisten begonnen. Auf Basis von Zahlen aus 63 Prozent der Wahllokale zählten die Organisatoren bis zum Mittag 400.000 Wähler.

Das sind deutlich weniger als bei der Vorwahl der Linken im Jahr 2011. Sieben Politiker bewerben sich um die gemeinsame Präsidentschaftskandidatur der Sozialisten und mehrerer kleinerer Parteien.

Neben dem früheren Premierminister Manuel Valls gelten zwei Vertreter des linken Flügels als Favoriten: die beiden Ex-Minister Benoît Hamon und Arnaud Montebourg. Die zwei Bewerber mit den meisten Stimmen kommen in die entscheidende Stichwahl in einer Woche. Abstimmen können alle Franzosen, die im Wählerregister stehen und sich per Unterschrift zur Linken bekennen. Ergebnisse werden im Laufe des Abends erwartet.

Die Parti Socialiste ist nach fünf schwierigen Regierungsjahren und dem Verzicht von Präsident François Hollande auf eine neue Kandidatur schwer angeschlagen. Egal welcher ihrer Bewerber das Rennen macht: Bislang liegen sie in Umfragen alle abgeschlagen hinter dem Konservativen François Fillon und der Rechtsaußen-Kandidatin Marine Le Pen von der Front National.

Infos zu der Vorwahl, Frz.

Papier der Konrad-Adenauer-Stiftung über die Kandidaten

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