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Franz Bergmüller will nicht mehr für die Freien Wähler kandidieren

Auch Gegenwind aus Bayern

Aiwanger-Ärger: „Eitelkeit statt Vision“

Feldkirchen - Der interne Widerstand der Freien Wähler gegen eine Teilnahme an der Bundestagswahl wächst. Eine Woche vor der entscheidenden Listenreihung zog nun auch Franz Bergmüller seine Kandidatur zurück.

Franz Bergmüller sagte seine Teilnahme am Treffen in Geiselwind ab und rief dazu auf, nicht für Berlin anzutreten. „Nach der anfänglichen Aufbruchstimmung, eine neue bürgerliche Alternative zu bieten, wurde durch persönliche Kleinkriege und Eitelkeiten die Vision nahezu zerstört“, schrieb der Gastwirt aus dem Landkreis Rosenheim an Parteifreunde.

Auch sei die Personalpolitik des Landes- und Bundesvorsitzenden Hubert Aiwanger „äußerst unglücklich und eben nur auf sich gemünzt“. Er sehe auch gute Seiten an Aiwanger, schreibt Bergmüller, habe aber „oft keine Wertschätzung, geschweige denn Respekt“ erfahren. „Da ist mir einfach die Zeit zu schade, dass man sich einsetzt, um in persönlichen Scharmützeln sich aufzureiben.“ Er werde die Wahlalternative für Deutschland unterstützen.

Die Bundesregierung: Merkel und ihre Minister

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Die Freien Wähler reihen am Samstag ihre bayerische Landesliste. Ihr Einzug in den Bundestag gilt als unwahrscheinlich. Generalsekretär Michael Piazolo deutete zudem gestern an, Bergmüllers Rückzug habe wohl mit „einer gewissen Enttäuschung“ zu tun, dass er in seiner Heimat nicht als Direktkandidat aufgestellt worden sei.

cd

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