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Franziska Giffey auf dem Presseball Berlin

Universität prüft Doktorarbeit

Plagiats-Verdacht gegen Franziska Giffey - Das sagt die Familienministerin 

Einmal mehr gibt es Plagiatsvorwürfe gegen einen hochrangigen deutschen Politiker. Diesmal trifft es Ministerin Franziska Giffey. Das sagt sie selbst. 

Update vom 9. Februar: Jetzt hat sich Familienministrein Franziska Giffef selbst zu den Plagiatsvorwürfen zu Wort gemeldet. „Ich habe diese Arbeit nach bestem Wissen und Gewissen verfasst. Alles Weitere muss nun die Freie Universität Berlin bewerten. Deshalb habe ich sie um Prüfung meiner Arbeit gebeten“, schreibt sie auf Fcebook.

Ernstzunehmender Fall“? - Plagiats-Verdacht gegen Ministerin aus Merkels Kabinett

Die News vom 8. Februar: Berlin - Wegen eines Plagiatsverdachts prüft die Freie Universität Berlin (FU) die Doktorarbeit von Familienministerin Franziska Giffey. Die SPD-Politikerin hat die Hochschule selbst um diese Prüfung gebeten, wie das Nachrichtenmagazin Spiegel berichtete. Die Universität erklärte, sie werde dieser Bitte nachkommen und „in Kürze ein entsprechendes Verfahren einleiten“. 

Dem Bericht zufolge untersuchen die Plagiatsjäger der Webseite VroniPlag Giffeys Arbeit. Gefunden hätten sie zahlreiche wörtliche oder sinngemäße Textübernahmen, die nicht gekennzeichnet seien. „Nach meinem bisherigen Eindruck ist das ein ernstzunehmender Fall“, sagte der Jurist und VroniPlag-Akteur Gerhard Dannemann dem Magazin.

Giffey promovierte von 2005 bis 2009 im Bereich Politikwissenschaft am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin. Ihre Dissertation verfasste sie zum Thema „Europas Weg zum Bürger - Die Politik der Europäischen Kommission zur Beteiligung der Zivilgesellschaft“.

Auch interessant: Plagiatsvorwürfe! Stolpert die nächste CDU-Größe über ihre Doktorarbeit

dpa

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Kommentare

ForumblickAntwort
(1)(0)

In der Bewertung sind Sie, ich und Prof. Domcke (den ich persönlich kenne) nicht weit auseinander. Ich sage "Fleißarbeit", Domcke sagt, wie Sie schreiben, "keine wissenschaftliche Revolution, substanziell, sorgfältig bearbeitet und fehlerfrei". Ich traue mir die Bewertung zu, weil ich zur ziemlich gleichen Zeit über ein ähnliches Thema promoviert habe und dabei auch ein Programmsystem geschrieben und auf etliche Fragen angewendet habe. Das Problem ist, dass man ein Programmsystem nicht als Dissertation abgeben kann; man muss sozusagen "etwas außenherum schreiben". Ich hatte das Problem auch. Man lernt ja, Bescheidenheit an den Tag zu legen; daher schreibt man NICHT, was eigentlich angebracht wäre: "Bis hierher ist alles bekannt. Was jetzt kommt, ist von mir". Im übrigen sind die meisten Doktorarbeiten auch in den Naturwissenschaften keine Revolution.

NichtbayerAntwort
(1)(0)

Zitat von Ludwig Thoma

NichtbayerAntwort
(1)(0)

Ich bin immer vorsichtig, wenn die wissenschaftliche Qualifikation angezweifelt wird: Erlebnisse in der Uni. bis Mitte der 70er Jahre. Andererseits vertrete ich auch die Auffassung, dass manche promoviert wurden, damit man sie im Institut los wird.