Er wollte Attentat in Paris verüben

Französische Ermittler nehmen weiteren Terrorverdächtigen fest

Paris - Französische Ermittler haben einen Mann in Polizeigewahrsam genommen, der an einem vor Kurzem vereitelten Terroranschlag im Pariser Raum beteiligt gewesen sein soll.

Der 31-Jährige sei wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung festgenommen worden, wie die französische Nachrichtenagentur AFP am Samstag aus Ermittlerkreisen berichtete. Er werde verdächtigt, Waffen für ein am 1. Dezember geplantes Attentat im Pariser Raum geliefert zu haben.

Seine DNA soll vor einigen Wochen während einer Terror-Razzia in Straßburg auf einer Waffe gefunden worden sein. Ende November waren bei Hausdurchsuchungen in der elsässischen Hauptstadt und Marseille fünf Männer zwischen 29 und 37 Jahren festgenommen worden. Sie hatten mehrere Ziele im Visier, darunter den Weihnachtsmarkt auf den Champs- Elysées und den Freizeitpark Disneyland.

Seit Jahresbeginn sollen in Frankreich 17 Attentate vereitelt worden sein, zitierte AFP den neuen Premierminister Bernard Cazeneuve. Wegen der anhaltenden Bedrohung durch Terrorismus hat am Samstag das Kabinett eine Verlängerung des Ausnahmezustands bis zum 15. Juli 2017 auf den Weg gebracht. Die Regelung ist seit den Anschlägen in Paris am 13. November 2015 mit 130 Toten in Kraft. Sie erlaubt Ausgangssperren, Durchsuchungen und Hausarreste ohne richterlichen Beschluss.

dpa

Rubriklistenbild: © AFP

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