+
Zum ersten Mal dürfen sich saudi-arabische Frauen an einer Wahl beteiligen. 

Kaum politische Macht

Frauen nehmen zum ersten Mal an Wahl in Saudi-Arabien teil

Riad - Zum ersten Mal in der Geschichte Saudi-Arabiens dürfen sich heute Frauen an einer Wahl in dem islamisch-konservativen Königreich beteiligen. Bei der Kommunwalwahl kandidieren nach offiziellen Angaben neben mehr als 6100 Männern auch 865 Frauen.

1,6 Millionen Menschen haben sich als Wähler registrierem lassen. 136 000 davon seien Frauen. Die Wähler bestimmen die Volksvertreter in 284 Gemeinderäten.

In dem von dem saudischen Königshaus regierten Land haben diese aber de facto kaum politische Macht. Frauen sind in Saudi-Arabien rechtlich stark benachteiligt. Sie dürfen weder Auto fahren noch ohne Erlaubnis eines männlichen Vormundes reisen. In der Öffentlichkeit treten sie fast nur verschleiert auf.

In den vergangen Jahren hatten Frauen aber vor allem im Bereich der Bildung und im Berufsleben mehr Freiheiten bekommen. "Saudi-Arabien hat erkannt, dass es sich in Sachen Frauenrechte weiterentwickeln müssen", erklärte Adam Coogle von Human Rights Watch.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Großbritannien: Höchste Terrorwarnstufe wieder aufgehoben
Eigentlich hätte es für viele Briten ein schönes, langes Wochenende werden sollen. Denn am Montag haben sie frei. Doch es geht - trotz herabgestufter Terrorwarnstufe - …
Großbritannien: Höchste Terrorwarnstufe wieder aufgehoben
Irans Oberhaupt nennt Monarchen Saudi-Arabiens „Idioten“
Zwischen dem Iran und Saudi-Arabien geht es verbal hoch her. Ajatollah Ali Chamenei nennt die Führungsriege des Rivalen einen „wertlosen Haufen“.
Irans Oberhaupt nennt Monarchen Saudi-Arabiens „Idioten“
„Eine Krankheit“: Papst attackiert Finanzinvestoren
Der Papst hat in einer Rede vor Stahlarbeitern massiv gegen Spekulanten gewettert - er sprach von einer „wirtschaftlichen Krankheit“.
„Eine Krankheit“: Papst attackiert Finanzinvestoren
Trumps erster G7-Gipfel endet im Streit
Der erste G7-Gipfel mit Donald Trump brachte vor allem eines: Streit. Angela Merkel und Emmanuel Macron üben sich dennoch in Optimismus.
Trumps erster G7-Gipfel endet im Streit

Kommentare