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Will die Frauen-Union für Männer öffnen: Angelika Niebler.

Kein Stimmrecht geplant

Frauen-Union will künftig Männer anwerben

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München - Die Frauen-Union der CSU plant eine spektakuläre Neuerung: Die Vorsitzende Angelika Niebler will fortan auch um männliche Mitglieder werben.

Die Landesversammlung am Samstag in Essenbach berät über die nötige Satzungsänderung.„Mein Ziel ist, die Frauen-Union zu öffnen“, sagte Niebler unserer Zeitung, „das ist zeitgemäß“. Sie will Männern eine Fördermitgliedschaft anbieten können: „Kein Stimmrecht, keine Privilegien, aber ein Bekenntnis zu unserer Arbeit.“

Die 51-Jährige sagt voraus, da würden „nicht Hunderte zu uns kommen“. Ihr ist aber jeder willkommen, der die politische Arbeit unterstützen wolle – zuletzt packte die FU erwartbare Themen an wie die Mütterrente, aber auch neue wie die Verschärfung des Prostitutionsgesetzes. Für Organisationen möchte sie zudem einen Förderkreis etablieren. „Wir wollen Multiplikatoren finden.“

Kontroverse Diskussion unter Frauen-Unions-Mitgliedern

Unter den 25.000 FU-Mitgliedern wird darüber kontrovers diskutiert. Ob Nieblers Idee durchgeht, ist offen. An anderen strukturellen Grundsätzen rüttelt sie nicht: Anders als in der CDU gibt es weiter keinen Automatismus, dass weibliche Parteimitglieder gleichzeitig in der FU sein müssen. Inhaltlich befasst sich die Landesversammlung mit dem Brennpunkt-Thema Asyl- und Entwicklungspolitik. Wahlen stehen nicht an.

Andere CSU-Arbeitsgemeinschaften küren unterdessen ihre Chefs. Jüngst wählten die Außen- und Sicherheitspolitiker Florian Hahn (40) zu ihrem neuen Vorsitzenden. Die Arbeitnehmer (CSA) dürften am Samstag in Rosenheim Joachim Unterländer (57) bestätigen. Der Münchner Landtagsabgeordnete ist von seiner Herzoperation genesen („Ich bin voll im G’schirr“) und kandidiert wieder. Unterländer will mit dem CSA vor allem für bessere Arbeitsbedingungen in Sozialberufen und gegen Missbrauch von Werk- und Zeitarbeitsverträgen kämpfen.  Christian Deutschländer

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