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Claudia Möllers.

Kommentar

Frauenförderung in katholischer Kirche: Die Debatte ist nicht zu stoppen

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Die katholische Kirche in Deutschland will mehr Frauen in Führungspositionen einsetzen. Ein frommer Vorsatz. Doch die Ungeduld der Frauen, die vom Weiheamt ausgeschlossen sind, besänftigt das nicht. 

Einsicht ist der erste Weg zur Besserung. Wenn man das als Maßstab anlegt bei der Frage nach der Gleichberechtigung von Männern und Frauen in der katholischen Kirche, dann darf man Kardinal Reinhard Marx gute Absichten unterstellen. Er gehört zumindest zu denjenigen, die sich für eine Erhöhung des Frauenanteils in kirchlichen Führungspositionen starkmachen.

Doch beim Weiheamt ist Schluss. Diese Entscheidung darüber hat auch Marx nicht in der Hand. Aber er gehört zumindest zum wichtigsten Beratungsgremium des Papstes, seine Stimme ist also von Gewicht. Es gibt keine theologischen Argumente dafür, das Priesteramt allein für die Männer zu reservieren. Aber der Widerstand ist nicht nur im Vatikan noch gewaltig. Derzeit wird als Fortsetzung der Familiensynoden (2014/15) eine Jugendsynode im Vatikan vorbereitet, die 2018 in Rom stattfinden wird. Wieder werden jetzt die Betroffenen danach befragt, was sie bewegt. Man muss kein Prophet sein, um vorauszusagen, dass gerade junge Menschen den Ausschluss von Frauen vom Weiheamt größtenteils nicht verstehen. Über die Frauenfrage kann zwar nicht abgestimmt werden. Aber genauso klar ist: Von oben beendet werden kann die Diskussion nicht. Dafür sorgen allein schon die Frauen.

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