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Frauke Petry und Björn Höcke

Brief an Parteimitglieder

Petry sorgt sich um AfD - wegen Höckes „Respektlosigkeit“

Berlin - AfD-Chefin Frauke äußert sich in einem Brief besorgt über die Zukunft ihrer Partei. Nach den provozierenden Aussagen von Björn Höcke habe die AfD viele Unterstützer verloren.

Der Thüringer AfD-Fraktionschef Björn Höcke gerät wegen seiner umstrittenen Auftritte in der Partei immer stärker unter Druck. AfD-Chefin Frauke Petry stellte in einem am Mittwochabend verschickten Schreiben an die Mitglieder fest: „Als Partei haben wir nach all diesen Auftritten dutzende Veranstaltungsorte, Unterstützer und Spender verloren, auch der AfD wohlgesonnene Verbände ziehen sich zurück, und die Verankerung in der Gesellschaft wird dadurch immer schwieriger.“

Höcke hatte für eineRede, die er am 17. Januar in Dresden gehalten hatte, viel Kritik geerntet. In dieser Rede hatte er über die „dämliche Bewältigungspolitik“ der Deutschen geklagt und eine „erinnerungspolitische Wende um 180 Grad“ gefordert. Der AfD-Bundesvorstand beschloss eine Woche später noch nicht näher definierte „Ordnungsmaßnahmen“ gegen Höcke einzuleiten.

Petry ärgert sich über mehrere Aussagen von Höcke

Petry, die mit dem nordrhein-westfälischen AfD-Vorsitzenden Marcus Pretzell verheiratet ist, kritisierte in dem Schreiben auch Höckes Äußerungen über „angebliche Tricksereien auf einem Parteitag in NRW“. Die AfD-Chefin ärgerte sich auch über Höckes Vorwurf, in der AfD gebe es Menschen, „die keine innere Haltung besitzen“ und Teil des „Establishments“ sein wollten. Höcke hatte in seiner Dresdner Rede gesagt, „nicht wenige von diesen Typen“ drängten als Bundestagskandidaten auf die Listen oder als Direktkandidaten nach vorne. 

„Aus dem Mund eines Vollzeitparlamentariers (mit Dienstwagen und Chauffeur) ist dies eine Respektlosigkeit“, erklärte Petry. Ihr Brief endet mit den Worten: „In gemeinsamer Sorge um die Partei grüßt Sie ganz herzlich Frauke Petry im Namen des AfD-Bundesvorstands.“.

dpa

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