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Brach beim Parteitag der Sachsen-AfD in Tränen aus: Frauke Petry.

Ungewohnte Emotionen bei Landesparteitag

Tränen-Ausbruch bei Frauke Petry - wegen einer SMS?

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Weinböhla - Beim sächsischen Landesparteitag der AfD brach Frauke Petry in Tränen aus. Doch was brachte die Parteichefin zu diesem emotionalen Ausbruch?

Update vom 18. Juli 2017: Wie kam eigentlich Frauke Petry zur Politik? Das und vieles mehr erfahren Sie in unserem Porträt.

Es war ein Gefühlsausbruch, den man von der sonst so kühl wirkenden Frauke Petry nicht gewohnt ist: Nachdem die 41-Jährige beim sächsischen AfD-Landesparteitag in Weinböhla von ihren Gegenkandidaten Roland Ulbrich (55) und Norbert Mayer (57) heftig attackiert worden war, ist Petry in Tränen ausgebrochen. Sie spalte durch ihre kritische Einstellung gegen den Höcke-Flügel die Partei, so einer der Vorwürfe. Sie wurde sogar dazu aufgefordert, ihre Kandidatur zurückzuziehen. Plötzlich kullerten Tränen über die Wangen der schwangeren Petry. Doch was steckte hinter den hemmungslosen Emotionen? Kalkül? Wahre Betroffenheit? Ärger?

Der positive Effekt der Tränen-Attacke: Nach dem Gefühlsausbruch ging Petry bei der Wahl zur Landesliste als klare Siegerin hervor, 72 Prozent der Stimmen machten sie zur Spitzenkandidatin. Doch ist die Parteichefin so berechnend und weinte absichtlich? Fraglich - denn es gab durchaus noch andere Gründe, die der Politikerin die Tränen in die Augen getrieben haben könnten.

Starker Widerstand gegen Petry

Gegenüber der Bild (verfügbar mit „Bild Plus“-Zugang) erklärte Mecklenburg-Vorpommerns AfD-Chef Leif-Erik Holm den Petry-Ausbruch so: „Da entlädt sich das Gefühl, wenn man rund um die Uhr im Einsatz ist und dann auch Gegenwind bekommt.“ Doch ist das wirklich alles? Denn der Gegenwind für Petry ist sehr stark, alleine in Bielefeld gingen mehr als 1500 Menschen auf die Straße, um gegen eine AfD-Kundgebung der 41-Jährigen zu demonstrieren. 

Und auch innerhalb der Partei sieht sich Petry heftigen Anfeindungen ausgesetzt. Wie das Boulevardblatt weiter berichtet, stünden von 80 potenziellen AfD-Bundestagsabgeordneten mehr als die Hälfte der Parteichefin kritisch gegenüber. Der Fraktionsvorsitz wackelt.

Kurz vor der Tränen-Attacke bekam Petry eine SMS

Außerdem soll Petry auf der Bühne - kurz vor ihrem Tränen-Ausbruch - eine SMS erhalten haben, in der stand, dass der bayerische Landeschef Petr Bystron bei der Aufstellung der AfD-Landesliste eine herbe Niederlage habe einstecken müssen (tz.de berichtete). Auch ein Schlag gegen Petry, denn Bystron gilt als Verbündeter der Parteichefin. Gleichzeitig wurde der Petry-Kritiker Armin-Paul Hampel als Chef der niedersächsischen AfD bestätigt. Zwei Nachrichten, die Petry durchaus aus der Spur geworfen haben könnten. 

mes

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