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Der Vorsitzende der Freien Wähler (FW), Hubert Aiwanger

Trotz Wahlpleite

Aiwanger als Vorsitzender wiedergewählt

München - Trotz dem schlechten Ergebnis bei der Bundestagswahl haben die Freien Wähler ihren Parteivorsitzenden Hubert Aiwanger mit überragender Mehrheit wiedergewählt.

Die Freien Wähler haben ihren Bundesvorsitzenden Hubert Aiwanger trotz des schlechten Ergebnisses bei der Bundestagswahl mit großer Mehrheit wiedergewählt. Ungeachtet mancher Kritik aus den eigenen Reihen bestätigte ein Bundesparteitag im unterfränkischen Geiselwind (Landkreis Kitzingen) den 42-Jährigen am Samstag mit rund 88 Prozent der Stimmen. Einen Gegenkandidaten gab es nicht. Aiwanger rief seine Mitstreiter auf, sich in den Kommunen und Ländern besser aufzustellen. „Freie Wähler, die unten stark sind, haben alle Möglichkeiten zu Wahlerfolgen auf höherer Ebene“, sagte er.

Die Partei rang bei dem Treffen um die Konsequenzen aus dem enttäuschenden Wahlergebnis von 1,0 Prozent. Die Entscheidung, erstmals für den Bundestag zu kandidieren, war nicht unumstritten - einige Delegierte beklagten, dass deshalb im Wahlkampf teilweise die Unterstützung vor Ort gefehlt habe. Aiwanger verteidigte die Kandidatur: Es sei eine Frage der Glaubwürdigkeit, sich auch auf Bundesebene den Wahlen zu stellen. „Auf diesem einen Prozent gilt es jetzt aufzubauen“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

Der Ferkelzüchter aus Niederbayern ist auch Chef der Freien Wählern in Bayern und Vorsitzender der dortigen Landtagsfraktion. Bei der Bayernwahl hatten die Freien Wähler ebenfalls einen Dämpfer kassiert - mit 9,0 Prozent sind sie aber eine feste Größe im Landtag.

Die Bundesmitgliederversammlung verlief in Teilen turbulent. Ein angekündigter Gegenkandidat Aiwangers, der Münchener Karl Hilz, wurde an der Tür abgewiesen. Nach Angaben des Bundesvorstands ruhen seine Mitgliedsrechte wegen parteischädigenden Verhaltens. Diskussionen gab es auch um die Finanzen der Freien Wähler - wegen zwei offener Rechtsstreitigkeiten könnten der Partei finanzielle Einbußen drohen.

dpa

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