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Gabriele Pauli sucht das Duell mit Aiwanger

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München – Die Freien Wähler steuern auf ein Rededuell zwischen Parteichef Hubert Aiwanger und der rausgeworfenen Gabriele Pauli zu: Die fraktionslose Landtagsabgeordnete will für ihre Wiederaufnahme kämpfen.

Die fraktionslose Landtagsabgeordnete Gabriele Pauli will auf dem Parteitag der FW-Bundesvereinigung am 16. Juni in Geiselwind (Unterfranken) auftreten und für ihre Wiederaufnahme kämpfen. Aiwanger, der Bundes- und Landesverband führt, lehnt das strikt ab.

„Ich werde nach Geiselwind kommen“, sagte Pauli gestern nach der Einreichung eines Mitgliedsantrags. Dass Aiwanger ihre Aufnahme ablehne, sei „undemokratisch“. Pauli schloss sich den internen Kritikern am Parteichef an, warf ihm Wankelmütigkeit, Ämterhäufung und parteischädigendes Verhalten vor. Vereinzelt wird die Kritik an Aiwanger von Delegierten geteilt, ist an der Basis zu vernehmen. Eine Mehrheit für die Rebellin ist jedoch ebenso wenig zu erwarten wie eine Abwahl Aiwangers.

Pauli und die Freien Wähler hatten sich 2009 im Streit getrennt, als die frischgebackene Landtagsabgeordnete eine Parteigründung zur damaligen Bundestagswahl („Freie Union“) vorantrieb. Aus Paulis Berlin-Karriere wurde nichts, der Rückweg in die FW-Fraktion wird ihr jedoch seither verwehrt. Auch andere Parteien wollen Pauli bisher nicht aufnehmen. Unter anderem die Piraten lehnten (ungefragt) ab. Pauli hatte zuletzt durch ungewöhnliche Rede-Auftritte für Verwunderung im Landtag gesorgt.

CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt rät den Freien Wählern spöttisch, Pauli wieder aufzunehmen. Er spielt auf ihre sehr spirituelle Haushaltsrede an: „Aiwanger sollte Pauli wieder aufnehmen. Es fehlt ein göttlicher Gedanke bei den Freien Wählern.“

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