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Ulrike Müller wird sehr wahrscheinlich ins EU-Parlament einziehen

Nach Europawahl

Freie Wähler suchen FDP-Anschluss

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München – Die Freien Wähler schließen neue Freundschaften. Nach der Europawahl im Mai wollen sich die künftigen EU-Abgeordneten einer liberalen Partei anschließen und in eine Fraktionsgemeinschaft unter anderem mit der FDP eintreten.

Man werde den Antrag auf Einzelmitgliedschaft bei der Europäischen Demokratischen Partei (EDP) stellen, erfuhr unsere Zeitung aus Kreisen der Freien Wähler in Bayern.

Im EU-Parlament verhindern solche Zusammenschlüsse einen völligen Zerfall in nationale und Partikularinteressen. Würden sich die Abgeordneten nur in Kleinstgrüppchen organisieren, wäre die Mehrheitsfindung ein Zufallsprodukt. Für die Freien Wähler ist der Anschluss an eine Gruppe allerdings besonders schwer – ihr Konzept, ihre starke regionale Tradition, ist außerhalb Bayerns wenig und außerhalb Deutschlands fast gar nicht bekannt. Mit radikalen Sonderlingen, so befand die Partei, mag man sich aber auch nicht zusammentun.

Die EDP hat Gewicht im Parlament, weil sie eine Fraktionsgemeinschaft mit anderen europäischen Liberalen pflegt. Zusammen sind sie die drittstärkste Fraktion. „Wir sind eine Kraft aus dem bürgerlichen Lager, wir sind absolut proeuropäisch. Das finden wir in der EDP wieder“, sagt die Mittelfränkin Gabi Schmidt, Vize-Bundesvorsitzende der Freien Wähler.

Fortan Schulter an Schulter mit der FDP zu sitzen, dürfte sich beiderseits ungewohnt anfühlen. Im bayerischen Landtagswahlkampf hatten sich Liberale und Freie Wähler heftig attackiert.

Dass die Freien Wähler ins Europaparlament einziehen, ist seit dem Fall der Drei-Prozent-Hürde am Mittwoch sehr wahrscheinlich. Ein bis drei Abgeordnete wären realistisch. Bundesweite Spitzenkandidatin ist die schwäbische Landtagsabgeordnete Ulrike Müller (51).  

cd

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