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Kanzlerin Angela Merkels (CDU, links) und die AfD-Vorsitzende Frauke Petry.

Aufwind in Umfragen

Freut sich die AfD zu früh? CDU profitiert vom Merkel-Effekt

München - Die AfD erhofft sich Aufwind durch die erneute Kandidatur von Kanzlerin Angela Merkel (CDU). Aktuell profitiert vor allem die CDU vom Merkel-Effekt.

Die AfD-Vorsitzende Frauke Petry geht davon aus, dass ihre Partei von der neuerlichen Kanzlerkandidatur Angela Merkels (CDU) profitieren wird. „Damit stellt sich die Politikerin zur Wiederwahl, die das milliardenteure und gefährliche Einwanderungschaos verursacht hat und unter deren Führung die Energiewende an die Wand gefahren wurde“, sagte Petry am Montag der Deutschen Presse-Agentur.

Als Bürgerin empfinde sie zwar tiefes Unbehagen über diese Kandidatur. Als politische Konkurrentin gehe sie aber davon aus, dass diese ihrer eigenen Partei nutzen werde. Idealerweise sähe ihre Partei den SPD-Politiker Martin Schulz als Spitzenkandidaten der SPD, da dieser „wie kein anderer Deutscher für das Scheitern der EU steht“. Merkel und EU-Parlamentspräsident Schulz verkörperten als „Traumduo der großen Koalition“ den Niedergang Deutschlands, sagte Petry.

„Bild“: Seit Merkels Kandidatur-Bekanntgabe mehr CDU-Mitgliedsanträge

Momentan profitiert von der erneuten Merkel-Kandidatur offenbar vor allem die CDU. 

In der CDU-Zentrale sind laut „Bild“-Zeitung seit der Ankündigung der Parteichefin am Sonntag, erneut als Kanzlerkandidatin anzutreten, über das Internet 120 Mitgliedsanträge eingegangen. Normalerweise seien es pro Tag rund 15 Anträge, erklärte die CDU auch auf dpa-Anfrage am Dienstag in Berlin. Zu Austritten bei den Christdemokraten gab es keine Angaben. Bei der CDU ist man Mitglied im jeweiligen Kreisverband. Austritte werden meist zuerst dort registriert. Diese Informationen erreichen die Parteizentrale erst später. Dem Vernehmen nach wurde aber bislang noch keine größere Zahl von Austritten registriert.

CDU legt nach von Merkel angekündigter neuer Kandidatur leicht zu

Die Union hat nach der erneuten Kanzlerinnen-Kandidatur Merkels auch in der Wählergunst zugelegt. Im am Dienstag von der "Bild"-Zeitung veröffentlichten Insa-Meinungstrend verbesserten sich CDU/CSU um 1,5 Prozentpunkte auf 31,5 Prozent der Stimmen. Ebenfalls zulegen konnte die AfD, die in der Umfrage nun bei 15 Prozent liegt (plus 0,5 Prozent).

Die SPD verlor demnach 0,5 Punkte auf 22 Prozent, die Linke einen Punkt auf 10,5 Prozent, die FDP einen Punkt auf 5,5 Prozent. Die Grünen blieben unverändert bei 10,5 Prozent. Insa befragte 2030 Wahlberechtigte. Die Befragung lief von Freitag bis Montag und begann damit allerdings schon vor Merkels Kandidatur-Ankündigung vom Sonntag.

dpa

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