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„Fridays for Future“: Ein Klimaschützer bleibt auf 70.000 Euro sitzen.

Klimaaktivist hatte Zug-Sonderfahrt bezahlt

„Fridays for Future“: Student fordert seine 70.000 Euro zurück - und fühlt sich „mega verarscht“

Ein Student legt 70.000 Euro für eine Zug-Sonderfahrt zur „Fridays for Future“-Demo in Aachen aus - doch bleibt jetzt wohl auf den Kosten sitzen.

Ein Student aus Marburg muss um das Erbe seines Vaters bangen. Wie die „Oberhessische Presse“ berichtet, hat der Student für Sonderzüge zu einer „Fridays for Future“-Demo mehr als 70.000 Euro ausgelegt. Allerdings blieb er bisher auf den Kosten sitzen.

Was war passiert? Im Juni organisierte Jannik Schestag Sonderzüge zur „Fridays for Future“-Demonstration in Aachen. Laut der „Oberhessischen Presse“ kämpft der Student seither darum, die ausgelegte Summe wieder zurückzubekommen. „Ich wurde mega verarscht“, sagte er der Zeitung. Das Problem: Der Student hat keine schriftliche Zusage, dass er das Geld wieder bekommt. 

„Fridays for Future“: Extra Zugfahrt kostet Studenten 70.000 Euro

Das Geld stammt unter anderem aus dem Erbe seines verstorbenen Vaters. Im Vorfeld der Demonstration hatte Schestag wohl bereits mit der „Oberhessischen Presse“ gesprochen und gesagt, dass er die Züge organisiere und mit 100.000 Euro hafte, wenn etwas passieren sollte.  

Am Ende fuhr von vier geplanten Zügen nur einer. Die Stornierung eines Zuges aus Hessen kostete 17.000 Euro. Schließlich startete ein Zug aus der bayerisch-österreichischen Grenzstadt Freilassing, für den habe der Student 60.000 Euro bezahlt.

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„Fridays for Future“ noch unorganisiert:  „Das ist intern in der Klärung, wir hoffen ...“

Laut welt.de beharren die Köpfe von „Fridays for Future“ nun darauf, dass der junge Student die private Haftung zugesagt habe. Schestag sieht das anders. „Das Geld ist da. Es gibt nichts zu haften“, sagte er der„Oberhessischen Presse“. Carla Reemtsma, die Pressesprecherin der noch jungen, unorganisierten Bewegung, bestätigte gegenüber welt.de, dass mit der Zugfahrt aus Freilassing über 30.000 Euro eingenommen worden seien. „Das ist intern in der Klärung, wir hoffen auf eine schnelle, einvernehmliche Lösung“, sagte sie welt.de.  

Ein anderer Kreis muss sich um Geld hingegen viel weniger Sorgen machen: die Stars, die sich beim Google Camp ebenfalls der Klimarettung verschrieben haben. Drei Tage lang sollte es um Umwelt und Klima angehen. Allerdings blieb offen, inwieweit es um den persönlichen eigenen Beitrag ging - und auch die Anreise zum Google Camp im exklusiven Verdura-Resort war alles andere als klimafreundlich

erb

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