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Auch UN-Soldaten sind in Mali im Einsatz.

Nach jahrelangem Konflikt

Friedensabkommen für Mali - Rebellen stimmen vorläufig zu

Algier - 2012 gingen Bilder aus Timbuktu um die Welt, als Dschihadisten Teile Nordmalis einnahmen. Französische Truppen schlugen sie damals zurück. Ein Friedensvertrag soll nun den noch schwelenden Konflikt lösen.

Trotz der jüngsten Gewalt in Mali kommt der Friedensprozess in dem westafrikanischen Land weiter voran. Einen Tag vor der offiziellen Unterzeichnung eines Friedensvertrags zwischen Regierung und Rebellen in der Hauptstadt Bamako hat eine wichtige Separatistengruppe zumindest ihre vorläufige Zustimmung zu dem Abkommen gegeben. Ein Vertreter der „Koordination der Bewegungen des Azawad“ (CMA) paraphierte das Dokument am Donnerstag in Algier. Algerien vermittelt in dem Konflikt.

Die Rebellenallianz CMA hatte bislang ihr Einverständnis verweigert. An der für Freitag geplanten offiziellen Unterzeichnung des Friedensvertrags will die Organisation nach wie vor nicht teilnehmen. Was das für die Umsetzung des Abkommens bedeutet, blieb zunächst unklar. Der Vertrag soll dem Norden Malis mehr Autonomie geben. Die CMA hatte zwar an den Friedensverhandlungen teilgenommen, versäumte aber mehrmals Fristen zur Unterzeichnung des Vertrags.

Am Montag drohte der Friedensprozess endgültig zu scheitern, als es im Norden Malis Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Separatisten gab. Die Rebellen hatten einen Militärkonvoi überfallen und dabei mindestens 20 Menschen getötet.

Nach einem Staatsstreich im März 2012 hatten Tuareg-Rebellen sowie islamistische Gruppen in weiten Teilen Nordmalis die Herrschaft übernommen. In der Stadt Timbuktu, wo Moscheen, Mausoleen und Friedhöfe zum Weltkulturerbe gehören, ließen sie mehrere Denkmäler zerstören. Französischen Eingreiftruppen drängten die Islamisten zurück. Bis heute sind dort Rebellengruppen aktiv, die auch mit Islamisten aus anderen Ländern kooperieren.

Frankreichs Präsident François Hollande hat die vorläufige Zustimmung einer wichtigen Separatistengruppe zum Mali-Friedensvertrag begrüßt. „Der Präsident der Republik ruft alle Parteien dazu auf, diese Einigung zu unterschreiben und aufrichtig umzusetzen“, teilte der Élysée-Palast am Donnerstag in Paris mit. Die „Koordination der Bewegungen des Azawad“ (CMA) hatte den Vertrag zwischen Malis Regierung und den Rebellen zuvor nach langem Zögern in Algier paraphiert, will aber nicht an der für Freitag geplanten offiziellen Unterzeichnung teilnehmen.

dpa

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