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Angela Merkel.

Auch US-Präsident Trump wurde nominiert

Friedensnobelpreis: Hat Merkel als Außenseiterin eine Chance?

Am Vormittag wird der Friedensnobelpreis vergeben. Es ist die Auszeichnung mit dem wohl größten Renommee. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel ist unter den Nominierten.

Oslo - Der Friedensnobelpreis könnte in diesem Jahr politisch hoch brisant werden. Mehrere Experten sehen den Kampf gegen Atomwaffen als zentrales Thema, wenn die Jury in Oslo am Freitag (11.00 Uhr) den Preisträger verkündet. Das könnte nach den letzten Atom- und Raketentests ein deutliches Signal nach Nordkorea senden. Und auch in die USA, wo Präsident Donald Trump das Atom-Abkommen mit dem Iran kritisiert.

2016 hatte Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos den Preis bekommen. Er wurde für sein langes Ringen um ein Ende des mehr als 50 Jahre andauernden Bürgerkriegs in seinem Land ausgezeichnet. Der Nobelpreis hatte den ins Stocken geratenen Friedensprozess noch weiter vorangetrieben.

Unter den Nominierten sind auch US-Präsident Trump und Kanzlerin Angela Merkel

In diesem Jahr sind 215 Personen und 103 Organisationen nominiert. Öffentlich gemacht wird die Liste erst in 50 Jahren. Einige Namen wie etwa Papst Franziskus, die syrischen Weißhelme und die westafrikanische Staatengemeinschaft Ecowas sind trotzdem bekannt. Denn diejenigen, die die Personen oder Organisationen nominieren, dürfen ihre Wahl öffentlich preisgeben. Auch US-Präsident Donald Trump und der russische Präsident Wladimir Putin sind unter den Nominierten. Die größten Chancen auf den Preis haben nach Einschätzung des Osloer Friedensforschungsinstituts Prio die EU-Außenbeauftragte Frederica Mogherini und der iranische Außenminister Mohammed Jawad Zarif. Beide hatten 2015 an den Verhandlungen zu dem historischen Iran-Deal mitgewirkt, durch den Teheran auf eine Entwicklung von Kernwaffen verzichtet hatte. 

Unter den Kandidaten ist aber auch eine deutsche Politikerin: Bundeskanzlerin Angela Merkel könnte in diesem Jahr den Nobelpreis für ihre Engagement in der Flüchtlingskrise 2015 erhalten. Für die Kanzlerin ist es nicht die erste Nominierung: Bereits 2015 stand die auf der Liste und galt damals als große Favoritin auf den Preis. Ob es für sie in diesem Jahr reicht, ist jedoch eher fraglich.

Das bekommt der Gewinner des Friedensnobelpreises

Der mit neun Millionen schwedischen Kronen (rund 940 000 Euro) dotierte Friedensnobelpreis wird als einzige der renommierten Auszeichnungen nicht in Stockholm, sondern in Norwegens Hauptstadt Oslo vergeben. Hier wird der Preis am 10. Dezember, dem Todestag von Preisstifter Alfred Nobel, auch verliehen.

Die Preise gehen auf Nobels Testament zurück. Hier hatte der Dynamit-Erfinder festgelegt, dass derjenige geehrt werden solle, der „am meisten oder besten für die Verbrüderung der Völker und die Abschaffung oder Verkleinerung stehender Armeen“ gewirkt hat. Wieso Nobel den Preis als einzigen nach Oslo verlegte, ist nicht bekannt.

Das sind die berühmtesten Friedensnobelpreisträger.

Am Dienstag wurde bereits der Nobelpreis für Physik vergeben. Sobald feststeht, wer den Friedensnobelpreis bekommt, schicken wir eine Push-Nachricht (Benachrichtigung) direkt auf Ihr Handy - wenn Sie wollen. Alle Infos dazu gibt es hier

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