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Hans-Peter Friedrich.

Doppelte Staatsbürgerschaft

Innenminister bleibt bei Nein zum Doppelpass

Berlin - Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) hat die Festlegung der SPD auf Einführung einer doppelten Staatsbürgerschaft scharf kritisiert.

„Ich glaube, dass es integrationshemmend wäre, wenn mehr Menschen mit doppelter Staatsangehörigkeit rumlaufen würden“, sagte Friedrich am Sonntag in der ZDF-Sendung „Berlin direkt“. „Wenn jemand in diesem Land aufgewachsen ist, dann muss er ja beurteilen können nach so langer Zeit, ob er Deutscher sein will oder eben nicht.“

In der CDU hatte es in der strittigen Frage zuletzt etwas Bewegung gegeben. So sprach sich Parteivize Armin Laschet für eine Anpassung des deutschen Staatsbürgerrechts an die internationale Praxis aus. Laschet signalisierte, dass dazu auch ein leichterer Zugang zur doppelten Staatsbürgerschaft gehören könne.

SPD will Optionspflicht abschaffen

Der Koalitionspartner FDP will die doppelte Staatsbürgerschaft generell ermöglichen. „Wir brauchen auch mit dem Staatsangehörigkeitsrecht diese Willkommenskultur“, sagte Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger im ZDF.

Nach geltender Regelung müssen sich in Deutschland geborene Kinder ausländischer Eltern, die aus Nicht-EU-Staaten kommen, bis zum 23. Lebensjahr entscheiden, ob sie die deutsche oder die Staatsbürgerschaft des Herkunftslandes ihrer Eltern annehmen wollen. Die SPD will diese sogenannte Optionspflicht laut Wahlprogramm abschaffen.

dpa

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