Friedrich Merz gestikuliert beim CDU-Parteitag im Januar 2021.
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Friedrich Merz will für die CDU in den Bundestag einziehen.

„Große persönliche Ehre“

Merz bringt sich für wichtigen Posten ins Spiel - und lobt die Konkurrenz

  • Fabian Müller
    vonFabian Müller
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CDU-Politiker Friedrich Merz steht für ein mögliches Ministeramt zur Verfügung. Er wolle daran mitwirken, dass dieses Land gut regiert werde, so Merz.

Berlin - Ginge es nach Friedrich Merz, hätte die Kanzlerkandidaten-Kür der Union geordneter ablaufen können. In einem Interview mit RTL und ntv sagte Merz, die Union hätte es „ein bisschen besser machen können“. Beim größten Konkurrenten auf das Kanzleramt, den Grünen, sei das glücklicher gelaufen, so Merz. „Das ist wirklich gut inszeniert gewesen.“ 

Auch aufgrund der derzeit schlechten Umfragen müsse die Union im Wahlkampf dringend Alternativen aufzeigen. „Wir müssen zeigen, dass wir das besser machen können. Nicht nur besser machen als die Grünen, sondern auch besser als gegenwärtig die Bundesregierung“, sagte Merz.

Merz steht für Ministeramt zur Verfügung: CDU-Politiker will „mitwirken daran, dass wir gut regiert werden“

Merz selbst war am vergangenen Samstag von der örtlichen CDU zum Direktkandidaten des Hochsauerlandkreises gewählt worden. Er empfinde es als „wirklich große persönliche Ehre“, voraussichtlich noch einmal dem Bundestag angehören zu können. Nun wolle er in seinem Wahlkreis „ein überdurchschnittliches Ergebnis erzielen, um beizutragen zum Gesamtsieg der Union in Deutschland.“

Merz kündigte außerdem an, dass er sich in den ostdeutschen Bundesländern im Wahlkampf engagieren will. Er freue sich sehr über seine Popularität im Osten Deutschlands, so Merz: „Ich werde dort auch sicherlich den einen oder anderen Wahlkampfauftritt machen.“ Dies werde aber in enger Abstimmung mit der Wahlkampfleitung der CDU erfolgen. „Da wird nicht einer alleine rumturnen, sondern es wird eine Mannschaft geben, und diese Mannschaft wird koordiniert zusammenarbeiten“, sagte der frühere Unionsfraktionschef.

Video: Friedrich Merz wirft CDU-Spitze Führungsversagen vor

Zur möglichen Übernahme eines Ministerposten in einer Bundesregierung nach der Wahl im September sagte Merz: „Ich würde es jedenfalls nicht von vornherein ablehnen.“ Er wolle „gerne mitwirken daran, dass wir in diesem Land gut regiert werden, aus dem Parlament heraus und aus der Regierung heraus“. (fmü/AFP)

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