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CDU-Chef: Dritter Kandidat für Laschet-Nachfolge steht fest - Merz will es noch einmal wissen

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Von: Patrick Mayer

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Der Kampf um den CDU-Vorsitz läuft: Bislang bewerben sich Friedrich Merz,Norbert Roettgen und Helge Braun (v.l.n.r.) - bis Mittwoch um 18.00
 Uhr, läuft die Bewerbungsfrist für weitere Kandidaten.
Der Kampf um den CDU-Vorsitz läuft: Bislang bewerben sich Friedrich Merz,Norbert Roettgen und Helge Braun (v.l.n.r.) - bis Mittwoch um 18.00 Uhr, läuft die Bewerbungsfrist für weitere Kandidaten. © SVEN SIMON / Imago

Jetzt ist es raus: Friedrich Merz bewirbt sich zum dritten Mal um den CDU-Parteivorsitz. Bislang hat der konservative Politiker zwei Mitbewerber.

Update vom 15. November, 20.40 Uhr: Friedrich Merz kandidiert für den CDU-Vorsitz. Ihm schlägt viel Häme entgegen. Aber man sollte abwarten, kommentiert Merkur-Chefredakteur Georg Anastasiadis den neuerlichen Anlauf des konservativen Politikers in der Christlich Demokratischen Union Deutschlands.

CDU-Parteivorsitz: Friedrich Merz ist der dritte Bewerber um die Laschet-Nachfolge

Update vom 15. November, 19.55 Uhr: Jetzt ist es offiziell: Friedrich Merz wird für den Parteivorsitz der CDU kandidieren. Dies erfuhr der Münchner Merkur aus gut unterrichten Kreisen. Am Abend berichteten weitere Medien von Merz‘ Entscheidung, unter anderem die Zeit.

Der 66-jährige konservative Politiker wagt damit innerhalb der Christlich Demokratischen Union Deutschlands den dritten Anlauf. Merz hatte bereits 2018 und 2020 für den Parteivorsitz kandidiert, war aber im ersten Anlauf an der späteren Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer und beim zweiten Versuch am CDU-Kanzlerkandidaten Armin Laschet gescheitert. Da Laschet jedoch für die Union bei der Bundestagswahl 2021 eine historische Niederlage einfuhr, räumte der Aachener umgehend seinen Platz wieder für einen Neuanfang.

Vor Merz hatten bereits der geschäftsführende Kanzleramtsminister Helge Braun und Norbert Röttgen ihre Kandidatur für den Parteivorsitz erklärt. Jetzt hat auch Friedrich Merz Fakten geschaffen. Die Bewerbungsfrist läuft noch bis Mittwoch, 18 Uhr. Der neue Parteiboss und Laschet-Nachfolger soll schließlich nach einer Mitgliederbefragung am 21. Januar von 1001 Delegierten eines Parteitags in Hannover gewählt werden.

CDU-Parteivorsitz: Kandidatur von Friedrich Merz wird erwartet

Update vom 15. November, 17.05 Uhr: Mit Friedrich Merz dürfte sich heute ein dritter Bewerber offiziell ins Rennen um den CDU-Vorsitz begeben (siehe Vorbericht). Kurz zuvor werden Details zum Prozedere der Chef-Kür bekannt: Nach Informationen der dpa soll es in Berlin unter anderem mindestens ein Format geben, bei dem alle Kandidaten sich den Parteimitgliedern vorstellen und das beispielsweise auch im Internet oder im Fernsehen übertragen wird. 

Bei verschiedenen digitalen Formaten sollen die Mitglieder zudem Frage- und Beteiligungsmöglichkeiten erhalten. Die Kreisverbände wurden gebeten, die Angebote mit Veranstaltungen vor Ort zu begleiten. Da per Mitgliederbefragung nicht formell über den Vorsitzenden entschieden werden kann, hatte die CDU-Spitze beschlossen, dass die Kandidatin oder der Kandidat mit der absoluten Mehrheit dem Parteitag vom Vorstand vorgeschlagen werden soll. Der neue Vorsitzende soll dann am 21. Januar von den 1001 Delegierten eines Parteitags in Hannover gewählt werden.

Gestritten wird in der CDU auch über die Aussicht auf eine mögliche rein männliche Kandidatenrunde. „Wir sollten jetzt mal abwarten, ob sich eine Frau für den Vorsitz bewirbt. Generell gilt, dass mehr Frauen in die Parteispitze gehören und es gibt viele tolle Kolleginnen, die sichtbar gemacht werden müssen“, sagte Parteivize Silvia Breher dem Portal watson. Wichtig sei, dass nicht nur der Parteivorsitz ausgetauscht werde. „Das haben wir das letzte Mal gemacht und es reicht nicht.“ Die Abgeordnete Serap Güler betonte hingegen: „Wir hatten jetzt 18 Jahre Angela Merkel und danach drei Jahre Annegret Kramp-Karrenbauer an der Spitze unserer Partei. Mit Armin Laschet besetzt erst seit zehn Monaten ein Mann diese Position.“

CDU-Vorsitz: Friedrich Merz will sich noch heute für den Vorsitz nominieren lassen - zwei Konkurrenten lauern

Vorbericht: Berlin - Der 66-jährige Friedrich Merz träumt weiterhin von einem Spitzenamt in seiner Partei. Im Kampf um den CDU-Vorsitz war er bereits zweimal gescheitert, nun versucht er es erneut. Am Montag will der CDU-Politiker Berichten zufolge seine Bewerbung offiziell machen. Seine Chancen stehen nicht schlecht, glauben Politikbeobachter.

Friedrich Merz bewirbt sich erneut um CDU-Vorsitz

Als Angela Merkel im Jahr 2018 das Amt der Parteivorsitzenden niederlegte, ergriff Merz die Chance und bewarb sich um den Posten. Allerdings konnte er sich nicht gegen Annegret Kramp-Karrenbauer durchsetzen. Den zweiten Anlauf startete er im Januar 2021, der Ausgang ist bekannt: Armin Laschet gewann das Rennen in der Stichwahl. Nun will Merz es wohl noch einmal wissen und CDU-Chef werden.

Einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur zufolge will er am Montag seine Bewerbung zum Parteivorsitzenden einreichen. Am Montag um 19.00 Uhr ist eine digitale Sitzung des Kreisvorstands der CDU Hochsauerland geplant, bei der Friedrich Merz eine Rede halten wird. Seine anschließende Nominierung zum Parteivorsitzenden durch den Kreisvorstand gilt als reine Formsache.

Zwei Konkurrenten um den Chef-Posten stehen schon fest: Einerseits der ehemalige Bundesumweltminister Norbert Röttgen, andererseits der Kanzleramtschef Helge Braun. Doch die Bewerbungsfrist läuft noch bis Mittwoch um 18 Uhr. Bewerber müssen ihre Unterlagen bis zu diesem Zeitpunkt schriftlich bei der CDU-Bundesgeschäftsstelle einreichen.

Politikbeobachter: So stehen die Chancen auf den Parteivorsitz von Friedrich Merz

Sobald alle Bewerber feststehen, plant die CDU eine Vorstellungsrunde der Kandidaten bei der Parteibasis. Dafür will die Partei die rund 400.000 Mitglieder ab dem 4. Dezember über den künftigen Vorsitzenden befragen. Bekanntheit gilt als ein wichtiges Erfolgskriterium bei der Mitgliederbefragung. Der bisherige Kanzleramtschef Helge Braun ist der breiten Öffentlichkeit weniger bekannt als seine beiden Konkurrenten, was ein Nachteil für ihn sein könnte. Er gilt zudem nicht als Charismatiker - Anhänger Merz‘ spotteten Berichten zufolge in einer Fraktionssitzung, ein „Narkose-Arzt“ sei „das Letzte, was die CDU braucht“. Braun arbeitete vor seiner politischen Karriere als Anästhesist.

Im vergangenen Kampf um den Parteivorsitz zu Beginn des Jahres war Norbert Röttgen im ersten Wahlgang ausgeschieden. Merz hatte in der ersten Runde 385 Stimmen erhalten, Laschet 380 und Röttgen 224. Sofern diese Tendenz weiterhin besteht, könnte sich Friedrich Merz bei seinem dritten Anlauf auf den Parteivorsitz durchaus Siegchancen besitzen.

Nach der Mitarbeiterbefragung findet die eigentliche Wahl zum Parteichef am 21. Januar 2022 statt. Die 1001 Delegierten eines Parteitags in Hannover wählen dann den neuen CDU-Chef. (bm/dpa)

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