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Trägt Angela Merkel Mitschuld an Pegida? Im Netz werden Hans-Peter Friedrichs Äußerungen heftig dirkutiert.

"Chaos pur bei den Etablierten"

Friedrich vs. Merkel: So diskutieren unsere User

Berlin - Mit seiner Kritik an Kanzlerin Angela Merkel hat Ex-Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich nicht nur innerhalb der CDU/CSU-Fraktion für Wirbel gesorgt. Auch im Netz wird heftig diskutiert.

Unsere User haben den Merkel-Friedrich-Zwist fleißig kommentiert. Friedrich hatte in einem Interview mit dem "Spiegel" scharfe Kritik an Merkels politischem Kurs geäußert. s'Katzerl diskutiert etwa bei tz.de mit und stellt sich auf die Seite der Kanzlerin: "Angela Merkel, "die Frau des Jahres 2014", Friedrich, ein abgehalfteter Minister." Auch bei der tz schimpft Oliver Pierre Sluiter über Friedrich: "Was für ein "Gesülze", echt so was von scheinheilig dieser ehemalige Innenminister! (...) Ein Herr Friedrich passt und gehört somit nicht in ein Bayern des 21 Jahrhunderts. Für ewig Gestrige hat es keinen Platz mehr in einer aufgeklärten und modernen Gesellschaft." Legosoldat amüsiert sich bei merkur-online: "Chaos pur bei den Etablierten! PEGIDA bringt sie alle zum Gackern. Herrlich!"

Dagegen sagt tz-User siehmaleineran: "Hätte nie gedacht, dass ich Herrn Friedrich so vorbehaltlos zustimmen muss. Traurig!" Und Andrea schreibt ebenfalls bei der tz: "Ich habe die letzten 20 Jahre ausnahmslos Union gewählt. Wenn ich mir aber Dinge wie Rente mit 63, doppelte Staatsbürgerschaft, Frauenquote, Mietpreisbremse, Mindestlohn etc anschaue, die auch dank der CDU/CSU kommen, ist diese Partei einfach nicht mehr wählbar, da hätte ich mein Kreuzchen auch bei der SED, ah sorry der Linken machen können. Auch ich werde künftig AfD wählen."

Ironisch äußert sich bei merkur-online User da_Jogi: "Weiter so Herr Friedrich, auch wenn ich euch nicht mehr wählen werde, stelle ich zumindest fest, noch ein Mann in der CSU vorhanden." Francesco stellt sich bei merkur-online hinter Friedrich: "Da hat er recht, der Friedrich. Aber an Mutti darf man nichts kritisieren und schon gar nicht als - aus meiner Sicht zu Unrecht - "Geschasster"."

Und Muenchen7 amüsiert sich bei merkur-online darüber, wie Politiker um die Gunst der Wähler buhlen: "Wie aufgeschreckte Hühner rennen sie um den Wähler. Lustig, dass sie immer noch denken, sie werden gebraucht und dürfen weitermachen. 2017 werden sie sich alle verabschieden. Und das ist gut so."

Im Netz wird zum Thema eifrig getwittert - und über Friedrich gespottet.

Andere User veralbern die Pegida-Angst und machen daraus die Schneegida-Debatte:

Ex-Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich hatte das Erstarken der AfD und das Aufkommen der Pegida-Bewegung als Folge davon bezeichnet, dass die Unionsparteien "mit der Frage nach der Identität unseres Volkes und unserer Nation zu leichtfertig umgegangen" seien. Anstatt konservative Wähler zu binden, habe sich die Kanzlerin entschieden, "der SPD und den Grünen die Themen wegzunehmen".

Als Beispiele nannte er "den planlosen Ausstieg aus der Kernenergie oder die Einführung der doppelten Staatsangehörigkeit". Dieser Politikstil sei kurzfristig erfolgreich, "langfristig ist es ein verheerender Fehler, der zur Spaltung und Schwächung des bürgerlichen Lagers führen kann". Auch Merkels Wirtschaftspolitik griff Friedrich scharf an. Wenn die Union "in der Mitte zusammen mit SPD und Grünen um Wähler werbe", werde sie austauschbar. "Die Union braucht endlich wieder ein klares Profil", forderte Friedrich.

AFP/wes

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