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Die FN hat den Ehrenvorsitz ihres Parteigründers Jean-Marie Le Pen ausgesetzt.

Offener Schlagabtausch 

Jean-Marie Le Pen erklärt seiner Tochter den Krieg

Paris - Deutlicher Bruch bei Frankreichs Rechtsextremen. Die Spitze der Front National stellt Parteigründer Le Pen kalt. Der entzieht seiner Tochter und Parteichefin umgehend die Unterstützung.

Offener Schlagabtausch bei Frankreichs Rechtsextremen: Nach dem Bruch zwischen der Front National und ihrem Parteigründer Jean-Marie Le Pen entzieht der 86-Jährige seiner Tochter und Parteichefin Marine Le Pen die Unterstützung.

Einen möglichen Sieg der 46-Jährigen bei der Präsidentschaftswahl 2017 will der langjährige Vorsitzende "im Moment" nicht. "Wenn solche moralische Prinzipien den französischen Staat regieren sollten, wäre das skandalös", sagte Le Pen am Dienstag dem Sender Europe 1. Er kündigte an, "mit allen Mitteln" für sich kämpfen zu wollen.

Die FN-Spitze hatte am Montag nach wiederholten antisemitischen Äußerungen des Parteigründers dessen Mitgliedschaft ausgesetzt und die Ehrenmitgliedschaft infrage gestellt. Die Parteimitglieder sollen darüber innerhalb von drei Monaten endgültig per Briefwahl entscheiden.

Jean-Marie Le Pen hatte die Gaskammern der Nazis erneut als "Detail der Geschichte" des Zweiten Weltkriegs verharmlost. Wegen dieser Aussage war er bereits verurteilt worden.

Marine Le Pen versucht seit Jahren, der FN ein bürgerliches Image zu verschaffen, ohne inhaltlich von Ausländer-, Europa- oder Islamfeindlichkeit abzurücken. Ihre populistischer Kurs verhalf der Partei bei jüngsten Wahlentscheidungen in Frankreich zu deutlichen Erfolgen.

Vater Le Pen hatte die FN 1972 gegründet und war fast vier Jahrzehnte Vorsitzender der Partei. Seine Tochter Marine folgte ihm 2011 in der Parteispitze. Im selben Jahr wurde Jean-Marie Le Pen zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

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