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Castor-Behälter am 17.11.2014 in dem Zwischenlager für Atommüll des Kernkraftwerkes Philippsburg (Baden-Württemberg).

CDU übt Kritik

Fünf Castor-Behälter sollen nach Philippsburg

Philippsburg - Im baden-württembergischen Philippsburg sollen fünf Castor-Behälter mit Atommüll aus der französischen Wiederaufarbeitungsanlage La Hague zwischengelagert werden. Die CDU übt Kritik.

Fünf Castor-Behälter mit Atommüll aus der französischen Wiederaufarbeitungsanlage La Hague sollen im badischen Philippsburg zwischengelagert werden. Das kündigte der baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) im Gespräch mit der "Stuttgarter Zeitung" (Montagsausgabe) an. Philippsburg verfüge, anders als der Alternativstandort in Neckarwestheim, über einen Schienenanschluss.

Nach Angaben des Bundesumweltministeriums werden insgesamt noch 26 Castoren in Deutschland zurück erwartet - außer den fünf aus La Hague 2015 in den Jahren 2017 bis 2019 weitere 21 aus dem britischen Sellafield. Zur Rücknahme des wiederaufbereiteten Atommülls aus deutschen Kernkraftwerken hat sich außer Baden-Württemberg bislang nur Schleswig-Holstein bereit erklärt. In der Bevölkerung gibt es erheblichen Widerstand gegen die Zwischenlagerung von Atommüll.

Die CDU-Opposition im baden-württembergischen Landtag kritisierte die geplante Lagerung der Nuklearbehälter in Philippsburg. Die Verladung sei problematisch, da eine geeignete Umladestation für die Behälter mit dem radioaktiven Material fehle. "Solange die Sicherheit nicht gewährleistet ist, wird es mit unserer Zustimmung keine Castortransporte nach Baden-Württemberg geben", sagte der CDU-Fraktionschef Peter Hauk der "Stuttgarter" Zeitung.

AFP

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