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Mindestens fünf Todesopfer gab es bei Zusammenstößen zwischen Muslimen und Christen in Ägypten.

Mindestens fünf Tote

Ägypten: Gewalt zwischen Muslimen und Christen

Kairo - Bei Zusammenstößen zwischen Muslimen und Christen in Ägypten sind nahe der Hauptstadt Kairo mindestens fünf Menschen getötet worden.

Wie die Sicherheitsbehörden am Samstag berichteten, wird die genaue Todesursache noch ermittelt. Unter den Toten sind vier Christen und ein Muslim.

Wie es zu der Gewalt in einem Vorort der Stadt Schubra al-Chaima nördlich von Kairo kam, wurde zunächst nicht ganz klar. Die Polizei erklärte, Anlass sei gewesen, dass junge Muslime aufrührerische Symbole auf ein islamisches Institut und eine Moschee gemalt hätten. Christen und Muslime in der Nähe hätten Streit angefangen, und bald hätten Anwohner aufeinander geschossen.

Bewohner, die der Sender Al Jazeera Mubasher interviewte, hatten jedoch unterschiedliche Versionen über den Ausbruch der Gewalt und erklärten, die Polizei sei erst Stunden nach Ende der Zusammenstöße gekommen. Am Schauplatz der Kämpfe in der Nähe einer Kirche brach ein Feuer aus.

Koptische Christen stellen rund zehn Prozent der rund 85 Millionen Einwohner Ägyptens. Sie klagen über Diskriminierung durch den Staat. Sie befürchten, dass sich Extremisten durch Anfeindungen ultrakonservativer islamischer Geistlicher gegen Christen zu Übergriffen auf Kirchen und koptisches Eigentum ermuntert fühlen könnten.

Präsident Mohammed Mursis Muslimbruderschaft verurteilte die sektiererische Gewalt. „Die Sicherheitsbehörden sollten alle Maßnahmen ergreifen, um das Problem zu lösen, und Vertreter der Religionen sollten einschreiten, um die Gewalt zu beenden“, erklärte die Muslimbruderschaft in einer Email an Journalisten.

ap

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