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Das Ehegattensplitting wurde vor mehr als 50 Jahren eingeführt, um die Steuerbelastung von Eheleuten zu senken. Das traditionelle Bild entsprach damals einer Familie mit allein verdienendem Mann und einer Frau, die sich um Kinder und Haushalt kümmert. Letztlich wird das Gesamteinkommen gedanklich durch zwei geteilt („gesplittet“) und darauf der Steuertarif angelegt. Schließlich werden beide Steuerbeträge verdoppelt und zur Gesamtschuld addiert.
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Vor allem wenn ein Partner deutlich mehr verdient als der andere oder Alleinverdiener ist, ergibt sich ein erheblicher Steuervorteil - maximal rund 16 600 Euro einschließlich „Soli-Zuschlag“. Daher ist auch häufig von der „Zahnarztgattinen-Zu-Hause-Bleib-Prämie“ die Rede. Der Bonus wird fällig unabhängig davon, ob das Paar Kinder hat oder nicht. Den Staat kostete der Bonus zuletzt 15,5 Milliarden Euro pro Jahr.
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Verdienen beide Partner gleich viel, haben sie vom Splitting nichts. Durch den progressiven Steuertarif entsteht ein „Splittingvorteil“ gegenüber unverheirateten Paaren mit gleichem Haushaltseinkommen. Eingetragene Lebenspartnerschaften wurden bisher bei der Einkommensteuer wie Unverheiratete behandelt, also wirtschaftlich schlechter gestellt.
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Ein Beispiel: Verdient ein Ehepartner 90 000 Euro im Jahr und der andere nichts, beträgt der Steuervorteil gegenüber einem unverheirateten Paar nach Berechnungen des Berliner Steuerrechtsexperten Frank Hechtner rund 7934 Euro im Jahr. Verdient der Ehe-Alleinverdiener hingegen 114 000 Euro, steigt der Vorteil auf dann 8662 pro Jahr.
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Der Bonus fällt kleiner aus, wenn auch die Differenz nicht so groß ist: Bezieht beispielsweise ein Ehepartner 5000 Euro brutto im Monat und der andere 3000 Euro, beträgt der Splittingvorteil nur noch fast 48 Euro im Monat. Bei einen Monatsbruttolohn beider Ehepartner von je 2500 oder 2000 oder 1750 Euro monatlich, schmilzt der Bonus in all den Fällen auf Null.

So funktioniert das Ehegattensplitting

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