+
FW-Politiker Bernhard Pohl lässt Amt nach Alkoholfahrt ruhen.

FW-Politiker zieht Konsequenz

Nach Alkoholfahrt: Pohl lässt Amt ruhen

München - Am 21. Juli erwischten schwäbische Polizisten den Bezirksvorsitzenden der Freien Wähler betrunken am Steuer. Gut zwei Wochen später lässt Bernhard Pohl sein Amt ruhen.

Nach seiner Trunkenheitsfahrt lässt der schwäbische Bezirksvorsitzende der Freien Wähler, Bernhard Pohl, sein Amt ruhen. Parteichef Hubert Aiwanger teilte am Freitag mit, der FW-Landesvorstand sei „im Einvernehmen mit dem Bezirksvorstand Schwaben und Bernhard Pohl“ zu diesem Ergebnis gekommen. Im kommenden Frühjahr soll es dann Neuwahlen geben.

Die Polizei hatte den schwäbischen FW-Bezirksvorsitzenden am Abend des 21. Juli in München betrunken am Steuer seines Wagens erwischt. Er war in den vergangenen Jahren schon mehrfach wegen Verkehrsdelikten bestraft worden. Trotzdem hatte Aiwanger Pohls politisches Schicksal nach dem Vorfall zunächst an seinen Promillepegel während der Autofahrt geknüpft. „Alles wartet auf den Blutwert“, hatte der Parteichef noch am Donnerstag gesagt.

Das Ergebnis des Gutachtens lag jedoch auch am Freitag noch nicht bei der Staatsanwaltschaft München I vor, wie Sprecher Peter Preuß auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Im Strafrecht ist 1,1 Promille der Schwellenwert für die „absolute Fahruntüchtigkeit“. Deswegen zählt Autofahren mit 1,1 Promille oder mehr als Straftat und nicht als Ordnungswidrigkeit. Pohl selbst schätzte seinen Pegel auf 1,16 Promille.

dpa


Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Nordkorea meldet erfolgreichen Raketentest
Seoul (dpa) - Nordkorea hat bei seiner Raketenentwicklung nach eigenen Angaben weitere Fortschritte erzielt. Machthaber Kim Jong Un habe den erfolgreichen Test einer …
Nordkorea meldet erfolgreichen Raketentest
Betrugsverdacht gegen 230 ambulante Pflegedienste
Abrechnung nicht erbrachter Leistungen, Absprachen mit Patienten und Ärzten: Eine Vielzahl von Pflegediensten russisch-eurasischer Anbieter steht unter Betrugsverdacht.
Betrugsverdacht gegen 230 ambulante Pflegedienste
Russische Pflegemafia zockt Krankenkassen ab
Rund 230 russisch-eurasische Pflegedienste sollen ein bundesweites System für Abrechnungsbetrug aufgebaut haben. Zu den regionalen Schwerpunkten gehören Bayern und NRW. 
Russische Pflegemafia zockt Krankenkassen ab
Panamas Ex-Diktator Noriega ist tot
Ende 1989 intervenierte das US-Militär in Panama, um die Regierung von General Manuel Noriega zu stürzen. Noriega, der lange eng mit den USA zusammengearbeitet hatte, …
Panamas Ex-Diktator Noriega ist tot

Kommentare