G7-Gegner vermelden

10.000 bei Demo in Elmau erwartet

München – Die Gegner des G7-Gipfels auf Schloss Elmau rechnen mit bis zu 10 000 Teilnehmern an den Protestaktionen. Diese Zahl gab das Aktionsbündnis „Stop G7 Elmau“ am Sonntag in München bekannt.

„Die Mehrheit der Demonstranten wird aus dem bayerischen Raum kommen“, sagte Benjamin Ruß, einer der Sprecher der G7-Gegner. „Wir erwarten aber auch einige internationale Teilnehmer.“

Am Wochenende haben sich in München rund 150 G7-Gegner getroffen, um die Demonstrationen sowie die Organisation des Protests weiter vorzubereiten. „Wir planen einen ganzen Blumenstrauß an Protesten“, sagte Ingrid Scherf vom Aktionsbündnis. Zudem sei bei der Konferenz vereinbart worden, dass es „Aktionen des zivilen Ungehorsams“ geben werde.

Am 7. und am 8. Juni werden die Staats- und Regierungschefs der Gruppe der Sieben, der stärksten Industrienationen der Welt, auf Schloss Elmau zu einem Gipfeltreffen zusammenkommen. Die Gegner des Treffens kündigten in Garmisch-Partenkirchen, Klais und Mittenwald „kreative und entschlossene Aktionen“an.

Neben Dauerkundgebungen plant das Bündnis am 6. Juni eine Großdemonstration in Garmisch-Partenkirchen und am 7. Juni einen Sternmarsch zum Tagungsort Schloss Elmau. Auf sechs verschiedenen Routen wollen die Demonstranten in Sichtweite des Schlosses gelangen. Von den Behörden sind diese Routen allerdings noch nicht genehmigt.

Gleiches gilt für ein Zeltlager, das das Bündnis auf dem Gemeindegebiet von Garmisch-Partenkirchen errichten will. Ruß erklärte, dass nach langem Suchen ein Privatmann gefunden worden sei, der den Protestierenden eine Fläche zur Verfügung stelle. Die genaue Lage des Grundstücks wollten die Gegner gestern nicht benennen. Für das Bündnis wäre die Errichtung eines Camps ein Erfolg. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hatte sich vehement gegen Camps ausgesprochen, da er dort die Formierung gewaltbereiter Gruppen befürchtet.

Rubriklistenbild: © dpa

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