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G20-Gegner mit Gipfel-Masken (v.l.): Theresa May, Donald Trump, Shinzo Abe, Emmanuel Macron, Angela Merkel, Justin Trudeau, Wladimir Putin, Jacob Zuma.

Hier checken Trump und Erdogan

Wo schlafen die Regierungschefs beim G20-Gipfel?

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Am Wochenende treffen sich die Mächtigen der führenden Industrienationen in Hamburg. Eine der wichtigsten Fragen: Wo schläft eigentlich die G20-Prominenz?

Update vom 7. Juli 2017: Krawalle, Bilder im Krieg und dazwischen die mächtigsten Männer und Frauen der Welt. Alle Infos zum Treffen finden Sie in unserem News-Ticker zum G20-Gipfel 2017 in Hamburg.

Donald Trump kommt am Wochenende zum ersten Mal nach Deutschland und trifft dort, ebenfalls zum ersten Mal, auf den russischen Staatschef Wladimir Putin. Zudem könnte der türkische Präsidente Recep Tayyip Erdogan beim G20-Gipfel in Hamburg einmal mehr für einen Eklat sorgen. Auf Angela Merkel als Gastgeberin kommen also nicht wenige Aufgaben zu, wenn sie die Staats- und Regierungschefs am Wochenende empfängt.

Die Themen reichen von der globalen weltwirtschaftlichen Entwicklung, über Handel und Finanzmärkte, bis zu nachhaltigem Wachstum der Weltwirtschaft, Klimawandel, Gesundheit, Kohleausstieg und Bekämpfung gefährlicher Krankheiten. Also die ganz großen Themen. Doch was rund um den Hamburger Gipfel ebenso interessant ist, ist die Frage: Wo schlafen eigentlich die Staats- und Regierungschefs beim G20-Gipfel?

Wer wo eincheckt, ist natürlich nicht so einfach herauszubekommen - aus Sicherheitsgründen gibt es kaum offizielle Bestätigungen. Die Hotelanlagen werden während des Wochenendes zu Hochsicherheitstrakten, bewacht von der Polizei und abgeschirmt von der Öffentlichkeit. Einige Infos drangen trotzdem nach draußen.

G20-Gipfel in Hamburg: Trump am Feenteich, Erdogan erwartet „Hamburger Lebensfreude“

  • Donald Trump: Der mächtigste Mann der Welt, Donald Trump, nächtigt Gerüchten zufolge im Gästehaus des Hamburger Senats am Feenteich. Zunächst hatte es noch geheißen, er würde im Berliner Hotel Intercontinental einchecken, doch das wurde dementiert. „Nein, er wohnt nicht bei uns“, hieß es dort. Am Feenteich patrouillieren schon Tage vorher schwerbewaffnete Polizisten. Trumps Unberechenbarkeit ist natürlich auch beim G20-Gipfel Thema. Er könnte an der Alster für den nächsten politischen Eklat sorgen.
  • Angela Merkel: Gastgeberin Angela Merkel fühlt sich offensichtlich auf bekanntem Terrain am wohlsten. Sie logiert im Hotel Atlantic Kempinski, wie schon beim OSZE-Ministertreffen. Es liegt an der Außenalster, jedoch zwei Kilometer von Trump entfernt. Dennoch umgibt Merkel US-Flair: Bezieht sie die Präsidentensuite, wandelt sie auf den Spuren von Henry Kissinger, Ex-US-Außenminister, und US-Astronaut Neil Armstrong - beide einst Gäste der noblen Herberge, wie das Hotel auf seiner Website schreibt. Übrigens: Die Suite ist auf 245 Quadratmeter und um fünf Räume erweiterbar. „Aus Diskretionsgründen“ hält sich das Hotel vornehm zurück und gibt keine Auskunft über die Gäste. Allerdings könnte Merkel auf den Hotel-Fluren Kanadas Premierminister Justin Trudeau und Indiens Premier Narendra Modi treffen, wie die dpa herausgefunden hat.
  • Wladimir Putin: Russlands Präsident Putin übernachtet im Hotel Park Hyatt - das ist bekannt, weil die Einkaufspassage, die das Hotel umgibt, während des Gipfels geschlossen wird. Dort könnte er auf Südkoreas Präsident Moon Jae und Australiens Premier Malcolm Turnbull treffen. Putin trifft übrigens beim G20-Gipfel erstmals auf Trump.
  • Recep Tayyip Erdogan: „Hamburger Lebensfreude und französische Lebensart“ verspricht die Sofitel-Hotelwerbung dem türkischen Präsidenten - so er sich für das Hotel nahe des Rathauses entschieden hat. Weniger erfreut dürften die Nachbarn am „Am Alten Wall“ sein, weil Teile der Straße nach Angaben des Hamburger Abendblatts gesperrt werden dürften. Erdogan will seinen G20-Besuch dazu nutzen, in Deutschland vor Anhängern aufzutreten - doch dafür gab‘s ein „no go“ für Außenminister Sigmar Gabriel.
  • Emmanuel Macron: Frankreichs neuer Präsident hat mit seinem Siegeszug gegen die etablierten Parteien überrascht und Mut bewiesen. Diese Attribute haften ihm auch für seinen Hamburg-Besuch an, sollte er tatsächlich im Wasserturm des Mövenpick Hotels absteigen. Es liegt in direkter Nachbarschaft zum linken Schanzenviertel, des Öfteren schon heimgesucht von Randalen der Links-Autonomen, sowie zum G20-Tagungsort, den Messehallen. Doch in der 70 Quadratmeter großen Turm-Suite mit Rundumblick dürfte Macron den Überblick behalten. Oder macht ihm die norwegische Delegation den Hot-Spot unterm Dach streitig?

G20-Gipfel in Hamburg: Saudischer König sagt Teilnahme ab

  • Theresa May: „Wer zählt die Völker, nennt die Namen, die gastlich hier zusammenkamen?“ Frei nach dem deutschen Dichter Friedrich von Schiller könnten im Hotel Le Méridien an der Alster internationale Verbindungen aufleben. Hier soll die britische Brexit-Chefin Theresa May ebenso residieren wie die argentinische Delegation.
  • Xi Jinping: Auch der chinesische Staatspräsident wäre theoretisch in wenigen Minuten im Tagungszentrum. Denn das Hotel Grand Élysée mit 511 Zimmern, davon 17 Suiten, ist ebenfalls in Nachbarschaft zur Messe - am Bahnhof Dammtor. Ob Jinping hier unterkommt, wird vom Hotel weder bestätigt noch dementiert.
  • Salman: Der saudische König Salman hätte im Hotel Fairmont Vier Jahreszeiten an der Binnenalster einchecken sollen, sagte jedoch seinen Besuch beim G20-Gipfel ab. Wäre er gekommen, hätte er, nebst Entourage, alle 156 Gästezimmer und Suiten belegt. 

Alles, was Sie außerdem zum G20-Gipfel in Hamburg wissen müssen, können Sie hier nachlesen.

pak

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