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Was verbirgt sich hinter der Maske? Wie Trump und Putin wir klich zueinander stehen, ist noch unklar.

Vor dem Aufeinandertreffen

G20-Gipfel: Wie ist das Verhältnis zwischen Trump und Putin?

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Seit Monaten spricht die Welt über die Beziehung von Wladimir Putin und Donald Trump. Morgen treffen sich die beiden Präsidenten erstmals – auf deutschem Boden. Die Erwartungen könnten größer kaum sein.

Washington – Es ist ein Treffen, das die künftige Weltpolitik prägen könnte. Wenn sich Donald Trump und Wladimir Putin morgen in Hamburg erstmals Auge in Auge gegenüber sitzen, ist dies aber auch das politische Rendezvous zweier Macht-Menschen, für die Macho-Manieren genauso zum Repertoire gehören wie die Einschüchterung politischer Gegner. Deshalb wird, da sind sich Beobachter sicher, jede Geste der Staatschefs unter die Lupe genommen.

Es ist nicht ganz klar, wie es wirklich um das Verhältnis der beiden steht – vor allem mit Blick auf die Indizien, dass Putin Trump bei den Wahlen im November favorisiert und indirekt gestützt haben soll. Wie der US-Präsident über seinen russischen Amtskollegen denkt, lässt sich anhand der bisherigen Aussagen nur schwer ablesen. Im Februar, kurz nach Amtsantritt, hatte er sich vor allem positiv über den Kreml-Chef geäußert: Er respektiere Putin, sagte er dem Sender Fox News. Als der Moderator den russischen Präsidenten dann als „Killer“ bezeichnete, konterte Trump: Es gebe eine große Zahl an Mördern, schoss der US-Präsident zurück. Und: Ob der Moderator denn glaube, dass die USA so unschuldig seien?

Inzwischen beteuern Trump nahestehende Republikaner, dass dieser viel entschlossener sei, Putin kritisch gegenüber zu treten, als es die Februar-Episode nahelegt. Ein wichtiges Indiz ist Trumps Entscheidung, einen syrischen Militärflughafen zu bombardieren. Das war Anfang April, Moskau reagierte damals höchst verstimmt und kündigte eine bis dahin existente Kooperation zum Austausch von Daten zu Militäroperationen und Flügen in Syrien auf. „Trump hat seine Ansicht über Putin geändert,“ glaubt Matt Mackowiak, ein Stratege der regierenden Republikaner.

US-Demokraten verwiesen in den vergangenen Tagen hingegen darauf, dass es ein deutliches Zeichen der Schwäche sei, wenn Trump bei dem anstehenden Treffen das hochbrisante Thema der Wahl-Beeinflussung vermeide. Bisher ist noch völlig unklar, ob Trump dies auf die Tagesordnung setzen wird. Im Weißen Haus hält man sich dazu jedenfalls weiter bedeckt und verweist auf die ausweichende Aussage von Trumps Sicherheitsberater Herbert Raymond McMaster, kein Thema sei ausgeschlossen. Es gebe „keine spezielle Agenda“. Und: Das Treffen sei doch nicht anders als ein Gespräch mit einem Vertreter eines anderen Staates.

Manche halten das für die Untertreibung des Jahres. Zumal nach wie vor unklar ist, ob der US-Präsident mit seinen Sicherheitsexperten darin übereinstimmt, dass Russland als geopolitischer Gegner anzusehen ist. Sicherheitsberater McMaster zum Beispiel sieht die Priorität, „Russlands destabilisierendem Verhalten“ entgegenzutreten und den Kreml von unerwünschten Aktionen abzuhalten. Das spricht dafür, dass Trump den Syrien-Konflikt und die Lage in der Ostukraine ansprechen wird.

Ob er auch die mögliche Wahl-Einmischung thematisieren wird, ist jedoch höchst fraglich. Den Vorwurf, dass seine Mitarbeiter mit Moskau auskungelten, wie man Hillary Clinton benachteiligen könne, bezeichnete Trump wiederholt als „Schwindel“ der US-Demokraten und der „Lügenpresse“ in den USA. Dass Russland versuchte, das Ergebnis der November-Wahl durch Hacker-Attacken zu beeinflussen, konnte er sich im Januar zumindest vorstellen. Damals sagte er: „Ich denke, es war Russland.“

Trumps großes Ziel ist jedoch, die Beziehungen zu Moskau zu verbessern. Ob ihm dies gelingen wird, steht angesichts der Unberechenbarkeit beider Gesprächspartner jedoch in den Sternen.

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