Wolfgang Bosbach
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Nach Krawallen beim G20-Gipfel

CDU-Politiker Bosbach wütend über „Chaoten und Kriminelle“

  • Julian Spies
    vonJulian Spies
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Wolfgang Bosbach von der CDU hat sich unter dem Eindruck der schweren Krawalle und Zerstörungen zum G20-Gipfel in Hamburg mit einer Wutrede Luft gemacht. In einem Interview mit „n-tv“ spricht Bosbach Klartext. 

Der 65-jährige CDU-Bundestagsabgeordnete nimmt im Gespräch mit dem TV-Sender nach den Krawall-Tagen von Hamburg die Polizei in Schutz. Bosbach wörtlich: „Greift die Polizei hart durch, wird am nächsten Tag Polizeigewalt kritisiert. Ist die Polizei nicht an allen Orten zur gleichen Zeit, was sie gar nicht sein kann, wird sofort kritisiert, dass die Polizei nicht konsequent durchgegriffen hat. Man muss der Polizei jetzt den Rücken stärken!“ Kritik am Vorgehen der Polizei in Hamburg kommt für den langjährigen CDU-Abgeordneten nicht in Frage.  

Bosbach sauer auf Chaoten: „Nicht mehr alle Latten am Zaun!“

Kein gutes Wort hat der gelernte Rechtsanwalt Bosbach dagegen für jene Randalierer und Brandstifter, deren Ausschreitungen die gesamte Berichterstattung rund um den G20-Gipfel eindeutig dominiert haben. Im Interview mit „n-tv“ schimpft Bosbach und sagt klipp und klar, wer seines Erachtens nach die Verantwortung für die brutalen Ausschreitungen in Hamburg trägt. Bosbach wörtlich: „Schuld sind die Chaoten und Kriminellen, nicht die Mehrzahl der friedlichen Demonstranten. Aber diejenigen, die unter dem Vorwand eines angeblich politischen Protestes schwere und schwerste Straftaten begehen. Wer glaubt, eine Attacke auf ein Fahrradgeschäft sei Ausdruck einer politischen Gesinnung, der hat nicht mehr alle Latten am Zaun!“ Mit Blick auf das Chaos rund um den Gipfel hatte Bosbach schon am Sonntag von „bürgerkriegsähnlichen Zuständen“ gesprochen.   

Wolfgang Bosbach hat in dem TV-Interview wahrscheinlich vielen Beobachtern des Geschehens in Hamburg aus der Seele gesprochen. Gleichzeitig machte sich der altgediente CDU-Innenpolitiker, der im September mit dem Ende der Legislaturperiode seine politische Laufbahn beenden will, dafür stark, konsequent gegen Rechtsbrüche wie bei den Ausschreitungen in Hamburg vorzugehen. Bosbachs Warnung: „Wenn der Staat nicht beherzigt ‚Wehret den Anfängen‘, dann werden die Zustände immer schlimmer.“

Sehen Sie unten das Video von dem ganzen „n-tv“-Interview mit Wolfgang Bosbach: 

js

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