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Bei dem Treffen der führenden Industrienationen wird es auch um die Zukunft von Griechenland gehen.

Gipfel auf Schloss Elmau

Griechenland Thema beim G7-Gipfel - keine Lösung in Sicht

Berlin/Krün - Die Krise des vom Bankrott bedrohten Griechenland wird auch den anstehenden G-7-Gipfel auf dem bayerischen Schloss Elmau beschäftigen.

Wie auf jedem G-7-Gipfel werde es um die Lage der Weltwirtschaft gehen. "Also auch über die Lage in der Eurozone. Und da wäre es erstaunlich und auch unnatürlich, wenn nicht das Thema Griechenland zur Sprache käme", sagte ein Regierungsvertreter. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) rechne daher damit, dass die Lage Griechenlands auf dem Gipfel in Elmau zur Sprache komme.

An dem zweitägigen Gipfel nehmen die Staats- und Regierungschefs aus Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien, USA, Kanada und Japan teil. Auch Vertreter der Europäischen Union und die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, werden in Elmau erwartet. Mit entscheidenden Fortschritten in den Verhandlungen über die Zukunft Griechenlands sei aber nicht zu rechnen.

"Solche Entscheidungen können in Elmau nicht fallen und werden dort auch nicht erwartet", sagte der Regierungsvertreter. Die entscheidenden Gespräche dazu liefen zwischen EU, IWF und Europäischer Zentralbank und "finden sicherlich nicht in Elmau statt". Auch sei ein Kommen des griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras nicht geplant.

Athen verhandelt seit Monaten mit seinen internationalen Kreditgebern über die Bedingungen, zu denen in Aussicht gestellte Hilfsgelder von 7,2 Milliarden Euro ausgezahlt werden sollen. Die bisherigen Reformvorschläge aus Athen reichten den Geldgebern nicht aus. Nun drängt die Zeit, weil das griechische Hilfsprogramm zum Monatsende ausläuft und Athen im Juni insgesamt 1,6 Milliarden Euro an den Internationalen Währungsfonds (IWF) zurückzahlen muss, was das Land überfordern dürfte. Die erste Rate von 300 Millionen Euro wird am Freitag fällig.

EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker und Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem hatten bis in die Nacht auf Donnerstag in Brüssel mit Tsipras über die Lage des Landes verhandelt. Dijsselbloem sprach danach von einem "sehr guten Treffen". Tsipras bezeichnete die Gespräche als "konstruktiv", sah aber weiter Forderungen der Geldgeber, die er keinesfalls akzeptieren könne.

G7-Gipfel 2015: Die wichtigsten Fakten und alle Entwicklungen im News-Ticker 

In unserem News-Ticker zum G7-Gipfel halten wir Sie über alle Entwicklungen um das Großereignis auf Schloss Elmau auf dem Laufenden. Außerdem haben wir Ihnen die wichtigsten Fragen und Antworten zum G7-Gipfel 2015 auf Schloss Elmau zusammengefasst.

dpa

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